Umfrage zeigt: Prävalenz von Kopfschmerzen und Migräne steigt spürbar23. Oktober 2023 © insta_photos – stock.adobe.com (Symbolbild) Spannungskopfschmerzen und Migräne gehören zu den Erkrankungen mit der höchsten Prävalenz in Deutschland. Rund 58% der Frauen und 44% der Männer leiden jedes Jahr darunter [1]. Wie es ihnen damit geht, was ihre Beschwerden auslöst und welche Maßnahmen sie ergreifen, um diese zu lindern, verraten die Ergebnisse des Kopfschmerz- & Migräne-Reports 2023 [2]. In der Befragung von über 3.200 Betroffenen werden zudem aktuelle Trends aufgezeigt, wie sich Kopfschmerzen und Migräne im Vergleich zu den Pandemiejahren 2021 und 2022 entwickelt haben. Sowohl Kopfschmerzen als auch Migräne nehmen zu, wie die Ergebnisse des aktuellen Thomapyrin® Kopfschmerz- & Migräne-Reports 2023 zeigen. Dabei fällt für Kopfschmerzen eine Verschiebung von weniger Episoden im Jahr (2021: 56%; 2023: 47%) hin zu häufigeren Attacken auf. 2023 leiden 38% mehrmals im Monat unter Kopfschmerzen (2021: 34%) und jeder Zehnte (2021: 8%) mehrmals wöchentlich. Bei 4% (2021: 2%) schmerzt der Kopf sogar fast täglich. Diese Entwicklung lässt sich gut mit aktuellen Zahlen der AOK Rheinland/Hamburg in Einklang bringen, nach denen sich die Krankschreibungen aufgrund von Kopfschmerzen in den vergangenen 20 Jahren vervierfacht haben. Vor allem Jüngere sind demnach betroffen [3]. Auch die Migränehäufigkeit hat deutlich zugenommen, wie die aktuelle Umfrage zeigt. Von der Erkrankung, die zumeist mit pochenden, oft einseitigen Schmerzen einhergeht, sind 38% mehrmals im Jahr betroffen. Fast jeder Vierte (24%) berichtet von mehreren Attacken pro Monat, 6% leiden mehrmals in der Woche und 1% fast täglich. 2021 zeichnete sich noch ein anderes Bild ab: 29% jährlich, 16% monatlich, 3% wöchentlich und 1% (unverändert) fast täglich. Begleitet werden Kopfschmerzen und Migräne vor allem von Licht- (63%) sowie Lärmempfindlichkeit (60%) und Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich (58%). Diese sind auch die Begleitsymptome, die Betroffene als besonders belastend empfinden. Mehr Fälle von diagnostizierter Migräne Doch nicht nur die Häufigkeit hat zugenommen, auch die Anzahl der ärztlich bestätigten Migränefälle ist bei der noch vor einigen Jahren unterdiagnostizierten Krankheit sprunghaft angestiegen: Hatten 2020 nur 28% die Diagnose Migräne, sind es laut Kopfschmerz- & Migräne-Report 2023 61%, davon 70% Frauen. Diese Entwicklung bestätigt auch Dr. med. Jan-Peter Jansen, Arzt für Anästhesie, Intensivmedizin und spezielle Schmerzmedizin vom Schmerzzentrum Berlin: „Ja, wir haben tatsächlich eine deutliche Zunahme von Betroffenen bei uns im Schmerzzentrum.“ Gründe dafür sieht der Experte in Informationskampagnen verschiedener Hersteller zu unterschiedlichen Therapieoptionen. Zudem haben wahrscheinlich die erkenntnisreichen und oft kommunizierten Daten der Burden-of-Disease-Studie zusätzlich ihren Teil dazu beigetragen, dass Migräne mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt ist [1]. Beschwerden belasten den Alltag und das Umfeld Kopfschmerzen und Migräne gehen weit über das reine Schmerzempfinden hinaus – sie beeinträchtigen das tägliche Leben der Patienten und schränken sie in ihrer Leistung, Aktivität und Freude ein. Die Top-3-Belastungen sind dabei seit 2020 unverändert geblieben: Wer Kopfschmerzen oder Migräne hat, fühlt sich oft zusätzlich vor allem in der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie der körperlichen Aktivität eingeschränkt. Entscheidungen zu treffen und sich Dinge zu merken fallen schwerer. Der Schlaf leidet. Und Patienten sind psychisch weniger belastbar. Mit 43% (13% „sehr stark“, 30% „eher stark“) fällt zunehmend auch die Koordination und Organisation des eigenen Alltags schwerer. Gerade wer öfter wegen Schmerzen ausfällt, scheut sich vielleicht, „wieder“ um Hilfe bitten zu müssen. Durch Schuldgefühle und Stress können sich die Beschwerden zusätzlich verschlimmern. Welche Rolle spielt der Klimawandel? Der Kopfschmerz- & Migräne-Report 2023 zeigt: Während Stress weiterhin – und damit über die Jahre beständig – der größte Übeltäter zu sein scheint (2021: 61%, 2022: 61%, 2023: 65%; davon 27% „sehr häufig“, 38% „eher häufig“) findet sich mit 63% (27% „sehr häufig“, 36 % „eher häufig“) in diesem Jahr das Wetter erstmals auf Platz 2 der Kopfschmerzauslöser. Das bedeutet ein Plus von 18 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahresreport. Für Jansen ist das „kein Wunder!“ – und zwar aus zweierlei Gründen: „Zum einen ist der Klimawandel in den Medien nahezu omnipräsent. Er bereitet vielen Kopfzerbrechen. Wer jetzt unter einem ohnehin vulnerablen Gehirn leidet, welches mit Kopfschmerzen beziehungsweise Migräne zu leben gelernt hat, reagiert hier sicherlich mit entsprechender Zunahme der Häufigkeit. Viele achten nicht mehr nur auf das Wetter, sondern auch darauf, was dieses mit ihnen macht. Zum anderen nehmen die Wetterextreme auch bei uns zu. Ich habe den Eindruck, dass nach Hitzeperioden die Kopfschmerzen häufiger werden, somit auch die Migräne. Diese Entwicklung kann ich also prinzipiell bestätigen.“ Platz 3 der meistgenannten Auslöser nimmt 2023 mit 51% (16% „sehr häufig“, 35% „eher häufig“) schlechter Schlaf ein, der in 2022 noch Platz 2 für sich beanspruchte. Stark zugenommen haben dagegen bei Frauen hormonelle Schwankungen als Kopfschmer- zauslöser: Sie werden von 42% (18% „sehr häufig“, 24% „eher häufig“) deutlich häufiger genannt als in den vergangenen Jahren. Mit 65% Zustimmung (28,7% „sehr häufig“, 36,6% „eher häufig“) ist das vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen ein großes Thema. Aus Sicht des Experten ist die Ursachensuche – vor allem für Migräne – aber nur bedingt dienlich: „Natürlich ist es hilfreich, wenn Betroffene ihren Lebensstil genauer unter die Lupe nehmen und versuchen, eigenverantwortlich mögliche Auslöser, wie zum Beispiel Stress, zu verringern oder zu vermeiden. Das darf aber nicht in eine Selbstverurteilung münden – denn sonst verstärkt man mit dem Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, noch die Symptome. Und: Auslöser wie Wetter oder Hormone lassen sich mitunter gar nicht beeinflussen“, betont Jansen. Umso wichtiger ist aus seiner Sicht die aktive Bewältigung, also die konsequente Behandlung der akuten Kopfschmerzen oder der Migräne. Effektive Selbstmedikation bedeutsam „Die Nicht-Einnahme von Medikamenten bei Kopfschmerzen ist einer der wichtigsten Gründe für die schlechte Lebensqualität. Eine konsequente Anfallsbehandlung – sowie eine gute Prophylaxe bei sehr starken und chronischen Beschwerden – ermöglichen es, die volle Leistungskraft und die Lebensqualität zu erhalten“, so Jansen. Ein effektives Schmerzmittel hat noch einen weiteren wichtigen Effekt: „Man kann davon ausgehen, dass eine vernünftige Anfallsbehandlung möglicherweise eine Chronifizierung verhindern kann. Denn ein schlecht behandelter Schmerz ist ein Grund, einen chronischen Schmerz zu bekommen. In der Schmerzmedizin ist diese Erkenntnis nicht neu, warum sollte es bei Kopfschmerzen oder Migräne anders sein?“, so Jansen. Rund 80% der Betroffenen behandeln sich mit rezeptfreien Schmerzmitteln, von denen sich insbesondere coffeinhaltige Präparate bewährt haben. Offizin ist erste Anlaufstelle für Beratung Umso erfreulicher, dass 84% der Befragten (57% „trifft zu“, 27% „trifft eher zu“) immer ein Präparat speziell gegen Kopfschmerzen oder Migräne in der Hausapotheke haben. Wenn keines vorrätig ist, ist die Apotheke erster Anlaufort, was auch den bedeutenden Stellenwert der Selbstmedikation untermauert: Etwa jeder Zweite (49%; 13% „sehr häufig“, 36% „eher häufig“) sucht dort Rat. Anders als vielleicht erwartet, ist etwa jeder Dritte (31%), vor allem die Älteren (60- bis 79-Jährige, 36%), explizit auf der Suche nach Beratung und fragt nicht gezielt nach einem Präparat. Nach wie vor am wichtigsten bei einem Präparat sind den Befragten fast einhellig eine schnelle Wirksamkeit (95%; 62% „stimme zu, 33 % „stimme eher zu“), dass sie damit gute Erfahrungen gemacht haben (94%; 60% „stimme zu“, 34 % „stimme eher zu) und eine gute Verträglichkeit (93%; 55% „stimme zu“, 38 % „stimme eher zu“). Da sie genau diese Patientenwünsche – schnelle (und starke) Wirkung bei guter Verträglichkeit– erfüllen stellen coffeinhaltige Schmerzmittelkombinationen wie in Thomapyrin® eine gute Behandlungsoption bei Kopfschmerzen und Migräne dar. Denn Coffein besitzt als analgetisches Adjuvans sowohl wirkverstärkende wie auch wirkbeschleunigende Effekte. Wichtig ist eine individuell wirksame Medikation. Die richtige Dosis, aber auch der Einnahmezeitpunkt (frühzeitig), hat großen Einfluss auf die Wirksamkeit. Mit der Dreierkombination aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Coffein in Dosierungen für weniger starke Kopfschmerzen (Thomapyrin® CLASSIC) oder intensivere Kopfschmerzen und Migräne (Thomapyrin® INTENSIV) sowie dem Wirkstoffduo aus Ibuprofen und Coffein speziell bei stärkeren Kopfschmerzen (Thomapyrin® TENSION DUO) gibt es für Spannungskopfschmerzen und Migräne die passende Lösung. Diese hilft jeweils schneller und stärker als die enthaltenen Einzelwirkstoffe [4, 5]. Übrigens: 100 bis 130 mg sind die ideale Coffeinmenge zur Wirkverstärkung und -beschleunigung von Schmerzmitteln. Literatur Porst M et al. Migräne und Spannungskopfschmerz in Deutschland. Prävalenz und Erkrankungsschwere im Rahmen der Krankheitslast-Studie BURDEN 2020. Journal of Health Monitoring S6/2020. Robert Koch-Institut, Berlin. Repräsentative Umfrage im Auftrag von Sanofi (Thomapyrin®). Stichprobe: 3.236 Personen der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 79 Jahren, die in den letzten 12 Monaten unter Kopfschmerzen und/oder Migräne gelitten hatten. Bilendi. Befragungszeitraum: 25.05.2023 bis 02.06.2023. Unveröffentlichte Daten können über [email protected] abgefragt werden. AOK Rheinland/Hamburg. Krankschreibungen aufgrund von Kopfschmerzen haben sich seit 2003 vervierfacht. Pressemitteilung vom 29.08.2023. https://www.aok.de/pk/cl/rh/inhalt/krankschreibungen-aufgrund-von-kopfschmerzen-haben-sich-seit-2003-vervierfacht/ (abgerufen am 05.10.23). Quelle: A. Nattermann & Cie. GmbH, 19.10.2023