Umweltministerium unterstützt Schmetterlingsportal zum Mitmachen: Bürgerwissenschaft hilft Insektenschutz17. Mai 2021 Tagpfauenauge Foto: © pixabay.com Das jetzt online gegangene neue Portal zur Erfassung der Schmetterlingsfauna in Brandenburg und Berlin hat das Umwelt- und Klimaschutzministerium mit Lottomitteln von 44.433 € unterstützt. Unter www.schmetterlinge-brandenburg-berlin.de können sich Naturinteressierte über Schmetterlinge in unserer Region informieren, ihr Aussehen und ihre Lebensräume kennenlernen und aktuelle Sichtungen finden. Registrierte Nutzende können ihre eigenen Beobachtungen melden und Fotos zur Bestimmung hochladen. Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel: „In den vergangenen Jahren war und ist das Insektensterben ein großes und besorgniserregendes Thema. Es ist Aufgabe von Politik und Gesellschaft, mehr für den Insektenschutz zu tun. Ein Baustein muss dabei sein, Wissenslücken zu Vorkommen und Bestandsentwicklung vieler Arten zu schließen. Umso mehr freuen wir uns, dass dieses Mitmach-Projekt durch Gelder aus der Lotto Konzessionsabgabe aus unserem Hause entwickelt werden konnte. So kann tatsächlich jeder mitmachen und einen Beitrag leisten.“ In Brandenburg und Berlin sind bislang etwa 2500 verschiedene Schmetterlingsarten nachgewiesen worden – von der Malachiteule bis zum Segelfalter. „Unser Ziel ist es, interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die Schönheit und Vielfalt der heimischen Schmetterlingsfauna näher zu bringen“, so Dr. Jörg Gelbrecht, Leiter des NABU-Landesfachausschusses Entomologie und einer der Initiatoren des Portals. „Eine Kernaufgabe ist es, die Verbreitung der Falter auf entsprechenden Verbreitungskarten online zu zeigen. Das sind die entscheidenden Grundlagen für eine Bewertung der Gefährdung der verschiedenen Schmetterlingsarten in Brandenburg und Berlin. Wer sich also registriert und seine Funde meldet, leistet damit auch einen direkten Beitrag für die Erstellung der Roten Listen in beiden Bundesländern, aber auch für ganz Deutschland. Dabei arbeiten wir eng mit dem Landesamt für Umwelt Brandenburg zusammen.“ Die im Online-Portal zusammengestellten Kenntnisse sollen beitragen, den weiteren Rückgang der Schmetterlinge zu bremsen und den gegenwärtig negativen Trend umkehren. Im Schmetterlings-Portal wird auch ausführlich beschrieben, wie jeder Einzelne etwas zum Insektenschutz beitragen kann. So gibt es beispielsweise Anleitungen dafür, wie der eigene Garten schmetterlingsfreundlich gestaltet oder die Pflege von wertvollen Feuchtwiesen, Heiden oder Trockenrasen durch zahlreiche Naturschutzgruppen unterstützt werden kann. „Wir freuen uns über jede und jeden, der mitmacht. Je mehr Informationen wir haben, desto besser können wir Gefährdungssituationen, aber auch die Wirksamkeit von Maßnahmen erkennen. Wir helfen gern bei der Bestimmung von Schmetterlingen, soweit es unsere Freizeit erlaubt, da wir das Portal ehrenamtlich – unterstützt durch den NABU Brandenburg – betreiben“, so Jörg Gelbrecht. https://www.schmetterlinge-brandenburg-berlin.de/index.php/schmetterlingsgarten-anlegen
Mehr erfahren zu: "Blauzungenkrankheit in Niedersachsen: Sperrzone ausgeweitet" Blauzungenkrankheit in Niedersachsen: Sperrzone ausgeweitet Nachdem in einem Rinderbetrieb im Harz im Landkreis Göttingen das Virus der Blauzungenkrankheit festgestellt wurde, ist der Mindestradius der Sperrzone erweitert worden. Nun gilt auch im gesamten Landkreis Holzminden eine […]
Mehr erfahren zu: "Honigbienen: Wildpopulationen müssen gezielt geschützt werden" Honigbienen: Wildpopulationen müssen gezielt geschützt werden Wildlebende Populationen der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) stehen in Europa unter massivem Druck. Forschende fordern daher, die Tiere künftig ausdrücklich als schützenswerten Teil der Biodiversität anzuerkennen und systematisch zu überwachen.
Mehr erfahren zu: "Eignungstests an Österreichs Vetmeduni starten übermorgen" Eignungstests an Österreichs Vetmeduni starten übermorgen Am 22. Juli starten die Eignungstests für das Diplomstudium Veterinärmedizin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Auch in diesem Jahr haben sich wieder achtmal so viele junge Menschen für einen Studienplatz […]