UN-Frauenrechtskonferenz: Plan International warnt vor Rückschritten für Mädchen7. März 2025 Foto: © Cienpies Design/stock.adobe.com Anlässlich der am 10. März 2025 beginnenden 69. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (UN) in New York warnt Plan International Deutschland vor den zunehmenden Gefahren für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen. „Weltweit stehen die Rechte von Mädchen und Frauen unter massivem Druck. Mühsam errungene Fortschritte stehen auf der Kippe“, sagt Petra Berner, Vorstandsvorsitzende der Kinderrechtsorganisation, am Weltfrauentag, der jährlich am 8. März begangen wird. Sie wies darauf hin, dass 40 Prozent der Länder zwischen 2019 und 2022 keine Fortschritte oder sogar Rückschritte bei der Gleichstellung verzeichnet haben. Sollte die internationale Gemeinschaft in den nächsten Jahren nicht entschieden handeln, werde die Situation der Mädchen- und Frauenrechte bis 2030 voraussichtlich schlechter sein als bei Verabschiedung der UN-Nachhaltigkeitsziele im Jahr 2015, so Berner. Bei einem der drängendsten Gegenwartsproblemen zeige sich, wie groß die Benachteiligung ist: Etwa 80 Prozent der Menschen, die durch den Klimawandel vertrieben werden, sind Frauen und Mädchen. Berner kommentiert: „Wenn dieser Entwicklung nicht entgegengewirkt wird, drohen höhere Kinder- und Müttersterblichkeitsraten, mehr Armut, wirtschaftlicher Niedergang, Versagen der Gesundheitssysteme und zunehmende Ungleichheiten, von denen Mädchen und junge Frauen am stärksten betroffen sein werden.“ Pekinger Erklärung ist Meilenstein Auf der Sitzung der UN-Frauenrechtskommission jährt sich die sogenannte Pekinger Erklärung zum 30. Mal. 1995 einigten sich 189 Staaten in der chinesischen Hauptstadt im Kern darauf, die Rechte von Mädchen und Frauen zu fördern. Das Dokument gilt seitdem als Meilenstein für die Gleichberechtigung weltweit. Wie sehr die in der Erklärung vereinbarten Ziele erreicht wurden und was noch zu tun ist, darum wird es in den am 10. März beginnenden Beratungen am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York gehen. Plan International wird mit 20 jugendlichen Vertretern vor Ort sein, damit junge Menschen ihre Perspektive in die internationalen Gespräche einbringen können. Darüber hinaus organisiert die Kinderrechtsorganisation eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Bundesentwicklungsministerium zur Zukunft der internationalen Zusammenarbeit. Dort wird unter anderem die deutsche Präsidentschaftskandidatin für die UN-Vollversammlung Helga Schmid sprechen.
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