Ungünstige PCa-Pathologie nach aktiver Überwachung: Oncotype-DX-Score nicht prädiktiv

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Laut einer neuen US-Studie hat der auf 17 Genen beruhende „Oncotype DX Genomic Prostate Score“ (GPS) keinen statistisch signifikanten prädiktiven Wert für eine ungünstige Pathologie bei Patienten mit Prostatakrebs mit geringem Risiko, die operiert werden.

Daniel W. Lin und Kollegen überprüften den GPS anhand einer multizentrischen Kohorte von Patienten unter aktiver Überwachung. Sie untersuchten Biopsiegewebe von Männern aus 8 Kliniken, die an der Canary Prostate Active Surveillance Study teilnahmen. Der primäre Endpunkt war ungünstige Pathologie (Gleason-Grad [GG] ≥3, ≥pT3a) bei Männern, die nach anfänglicher Überwachung einer radikalen Prostatektomie unterzogen wurden.

Multivariable Regressionsmodelle für intervallzensierte Daten wurden verwendet, um die Assoziation zwischen ungünstiger Pathologie und GPS zu bewerten. Der Zusammenhang zwischen GPS und der Zeit bis zur Hochstufung bei der Überwachungsbiopsie wurde mit Cox-Modellen bewertet.

GPS-Ergebnisse lagen für 432 Männer vor (medianes Follow-up: 4,6 Jahre); 101 wurden nach durchschnittlich 2,1 Jahren Überwachung einer radikalen Prostatektomie unterzogen, und 52 hatten eine ungünstige Pathologie. Bei insgesamt 167 Männern (39 %) wurde der pathologische Befund bei einer Kontrollbiopsie hochgestuft. Der GPS war signifikant mit ungünstiger Pathologie assoziiert, wenn er für diagnostischen GG angepasst wurde (Hazard Ratio pro 5 GPS-Einheiten: 1,18; 95%-KI 1,04–1,44; p=0,030), aber nicht, wenn er auch für die PSA-Dichte angepasst wurde (PSAD: HR 1,85; 95%-KI 0,99–4,19; p=0,066).

Modelle mit PSAD und GG oder PSAD, GG und GPS können das Risiko besser stratifizieren als Modelle mit GPS und GG. Es wurde keine Assoziation zwischen GPS und Biopsie-Upgrade beobachtet (p=0,48).

In dieser Studie war also die unabhängige Assoziation von GPS mit ungünstiger Pathologie nach anfänglicher aktiver Über­wachung statistisch nicht signifikant und es gab keine Assoziation mit einer Hochstufung nach Überwachungsbiopsie.

Das Hinzufügen von GPS zu einem Modell, das PSAD und diagnostischen GG enthält, verbesserte die Risikostratifizierung für ungünstige Pathologie allein gegenüber den klinischen Variablen nicht signifikant.

(ms)