Universitätsklinikum des Saarlandes: Neue Leitung der Klinik für Innere Medizin I14. Februar 2025 Prof. Philipp Staber. Bildquelle: Universitätsklinikum des Saarlandes Prof. Philipp Staber hat am 13. Februar 2025 die Ernennungsurkunde zum Universitätsprofessor erhalten. Er übernimmt den Lehrstuhl für „Innere Medizin – Hämatologie und Onkologie“ an der Universität des Saarlandes und zum 1. März die Leitung der Klinik für „Innere Medizin I – Onkologie, Hämatologie, Klinische Immunologie und Rheumatologie“ am UKS. Staber war bislang als assoziierter Professor, Programmdirektor für lymphoproliferative Erkrankungen und Oberarzt an der Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie an der Medizinischen Universität Wien (MUW) tätig. Er leitete dort die klinische Studiengruppe für Lymphdrüsenkrebs und CLL sowie das Labor für funktionelle Präzisionshämatologie. Das von ihm aufgebaute Forschungslabor verfügt über umfassende Fachkenntnisse und Erfahrung in den Bereichen funktionelle Genetik, Genregulation, Epigenetik und funktionelle Einzelzell-Untersuchungen. Seit seinem Start an der MUW im Jahr 2014 hat Staber erfolgreich mehr als 6 Mio. Euro an kompetitiven Drittmitteln eingeworben. Seine internationale und kollaborative Forschungsgruppe leistet wichtige Beiträge im Bereich der personalisierten Medizin. Sie baute u.a. eine umfassende, klinisch annotierte Biobank für hämatologische Malignome auf, die mehr als 15.000 lebensfähige primäre Patientenproben von Leukämien und Lymphomen sowie eine Plattform für das Einzelzell-Screening von Medikamenten umfasst. Schwerpunkt Präzisionsmedizin „Mein Schwerpunkt liegt in der Präzisionsmedizin. Präzisionsmedizin ist die Anwendung neuer diagnostischer Methoden und neuartiger Therapiekonzepte, zur präziseren Therapieanpassung in Richtung personalisierter Medizin. Dabei rückt der Patient anstelle der Erkrankung in den Fokus. In diesem Sinne ist es mein Hauptziel, die Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen nicht nur in der eigenen Einrichtung, sondern auch auf nationaler und internationaler Ebene zu verbessern“, sagt Staber. Er hat u.a. die Gründung der scientific working group (SWG) Precision Hematology der Europäischen Hämatologie-Gesellschaft angestoßen und ist seit 2022 ihr Vorsitzender. Stabers bisher bedeutendster Beitrag zur personalisierten Medizin dürfte in seinen Konzepten und Bemühungen bestehen, personalisierte Behandlungen direkt für Patienten bereitzustellen. Er hat die erste funktionelle Präzisionsmedizin-Studie konzipiert und durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine klinische Studie, in der ein funktioneller Test auf Einzelzell-Basis zur Steuerung personalisierter Behandlungen von Krebspatienten eingesetzt wurde. Sie zeigte einen signifikanten Nutzen für 54 Prozent der behandelten Patienten mit fortgeschrittenen aggressiven hämatologischen Neoplasien ohne weitere Standardtherapieoptionen. In einem nächsten Schritt hat er mit seinem Team die erste Studie initiiert, die genomische und funktionelle Methoden zur Therapiesteuerung randomisiert vergleicht. Diese zurzeit noch rekrutierende multizentrische Studie wurde kürzlich in einem News-Feature in „Nature” portraitiert und der Zugang als „Paradigmen wechselnd“ bezeichnet. „Es ist mir wichtig, das molekulare Verständnis von den individuellen hämatologischen Malignomen von Patienten und deren präzise therapeutische Ausrichtung weiter zu verbessern. Die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit am UKS wird dabei ein wichtiger Faktor sein. Ich freue mich darauf, mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Disziplinen neue individuelle therapeutische Strategien und Ansätze der Präzisionsmedizin zu entwickeln“, unterstreicht Staber.
Mehr erfahren zu: "Frühzeitige Behandlung von Depressionen verbessert die Überlebensrate bei Krebs" Frühzeitige Behandlung von Depressionen verbessert die Überlebensrate bei Krebs Depressionen erhöhen die Sterblichkeit von Menschen mit Krebs, während eine Psychotherapie kurz nach der Diagnose das Mortalitätsrisiko senkt. Das geht aus einer Analyse von Medicare-Daten hervor, die auf der Jahrestagung […]
Mehr erfahren zu: "Strahlentherapie senkt Rückfallrisiko bei atypischen Meningeomen deutlich" Strahlentherapie senkt Rückfallrisiko bei atypischen Meningeomen deutlich Eine internationale randomisierte Studie zeigt, dass eine adjuvante Strahlentherapie nach vollständiger Entfernung eines atypischen Meningeoms das Rückfallrisiko senken kann. Die Ergebnisse liefern neue Evidenz für die Therapieentscheidung bei diesen Tumoren.
Mehr erfahren zu: "Pankreaszysten: Forschungsergebnisse für eine bessere Einschätzung des Krebsrisikos" Pankreaszysten: Forschungsergebnisse für eine bessere Einschätzung des Krebsrisikos Forschenden von der Mayo Clinic (USA) haben das Risiko dafür abgeschätzt, dass sich Pankreaszysten mit besorgniserregenden oder Hochrisikomerkmalen innerhalb von drei Jahren zu Bauchspeicheldrüsenkrebs oder fortgeschrittenen Krebsvorstufen entwickeln. Die Ergebnisse […]