Universitätsklinikum Regensburg: Neue Stiftungsprofessur für Translationale Tumorimmuntherapie27. September 2023 Prof. Leo Hansmann, Inhaber der neuen Stiftungsprofessur für Translationale Tumorimmuntherapie, im Analyse-Gespräch; Foto ©Universitätsklinikum Regensburg/ Martin Meyer Immuntherapien kommen seit Jahren bei immer mehr Krebserkrankungen zum Einsatz und schaffen damit neue Überlebenschancen für viele Patienten. Die Forschung arbeitet mit Hochdruck an der Weiterentwicklung von Immuntherapien. Am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) wird nun eine Stiftungsprofessur für Translationale Tumorimmuntherapie etabliert, die mit dem Fokus auf zellulären Immuntherapien Patienten mit Leukämien und Lymphomen neue Hoffnung macht. Forschung und Patientenbehandlung eng zusammenzubringen, ist ein wichtiges Ziel der neu etablierten W2-Stiftungsprofessur für Translationale Tumorimmuntherapie am UKR, die Prof. Leo Hansmann, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des UKR, innehat. „Die wissenschaftliche Arbeit zur Entwicklung neuer und Weiterentwicklung schon bestehender Immuntherapien kann umso besser vorankommen, je mehr Erkenntnisse aus der täglichen Patientenversorgung einfließen. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, diese Stiftungsprofessur nicht rein laborwissenschaftlich zu gestalten, sondern im Netzwerk der gesamten onkologischen Spitzenversorgung am UKR und in ganz Bayern zu etablieren“, erläutert Prof. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des UKR. Somit wird die Expertise als nationales und internationales onkologisches Spitzenzentrum weiter gestärkt und ausgebaut. Ein Umstand, von dem auch das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und vor allem der NCT Standort WERA (Würzburg, Erlangen, Regensburg, Augsburg) profitieren. „Diese Vernetzung mit den Teams der anderen Universitätskliniken sowie unsere enge Verzahnung mit dem Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) am UKR bieten beste Voraussetzungen für eine allumfassende Forschungsarbeit auf dem Feld der Tumorimmuntherapie. Wir finden hier für die Umsetzung von neuen vielversprechenden Therapieansätzen ein hervorragend entwickeltes Umfeld vor, das wir stärken und weiter ausbauen wollen“, freut sich Hansmann auf seine neuen Aufgaben. Sowohl das UKR als auch das LIT entwickeln seit vielen Jahren innovative immunzellbasierte Therapieformen gegen bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems.Janssen–Cilag GmbH als Förderer der StiftungsprofessurGestiftet wird die Professur für Translationale Tumorimmuntherapie vom forschenden Pharmaunternehmen Janssen, das seit 30 Jahren die Entwicklung und Erforschung von Medikamenten im Bereich der Krebsmedizin mit vorantreibt. „In der Erforschung immunzellbasierter Therapien sehen wir sehr viel Potenzial, einen echten Unterschied für schwerkranke Patienten machen zu können, vor allem wenn durch interdisziplinäre Vernetzung Erfahrungen aus Theorie und Praxis berücksichtigt und Kräfte gebündelt werden“, sagt Dr. Ralf Angermund, Medizinischer Direktor Hämatologie bei Janssen Deutschland. Die Stiftungsprofessur wird vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft begleitet und ist vorerst auf fünf Jahre angelegt und wird mit 1.250.000 Euro gefördert.
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