Universitätsmedizin Magdeburg: Neue Leitung der Anästhesiologie und Intensivtherapie2. Juli 2024 Robert Werdehausen ist neuer Direktor der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie Magdeburg (Foto: ©Sarah Kossmann/Universitätsmedizin Magdeburg) Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg begrüßt zum 1. Juli 2024 Prof. Robert Werdehausen als neuen Lehrstuhlinhaber und Direktor der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie. Der 45-Jährige tritt die Nachfolge von Prof. Thomas Hachenberg an, der den Lehrstuhl und die Leitung der Klinik für 23 Jahre bekleidete. „Mit dieser Berufung wird die translationale Forschung, klinische Praxis, studentische Lehre sowie die Anästhesiologie, Schmerz-, Intensiv- und Notfallmedizin an der Universitätsmedizin Magdeburg weiter gestärkt“, erklärt die Universitätsmedizin Magdeburg zur neuen Personalie. Werdehausen bringt über 17 Jahre Berufserfahrung und umfassende Expertise in allen Bereichen der klinischen Anästhesiologie mit. Seine Fachkenntnisse umfassen die Kardio- und Neuroanästhesie, Kinderanästhesie, Regionalanästhesie, Transfusions- und Transplantationsmedizin sowie das anästhesiologische Management moderner chirurgischer Techniken wie die robotische und Fast-Track Chirurgie. Darüber hinaus verfügt er über Zusatzqualifikationen in den Bereichen Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie, Palliativmedizin, Ethikberatung und OP-Management. „Ich freue mich darauf, mich in die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Magdeburg einzubringen, neue Forschungsaktivitäten zu den hiesigen Schwerpunkten aufzubauen und damit die Qualität der medizinischen Versorgung stetig zu verbessern“, sagt Werdehausen. Vor seinem Wechsel nach Magdeburg war Werdehausen als Leitender Oberarzt und Vertreter des OP-Managements an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Universitätsklinikums Leipzig tätig. Seit Februar 2017 leitete er dort als Mitglied der Klinikleitung den gesamten Bereich der Klinischen Anästhesiologie. Zudem war er stellvertretender Leiter des Forschungslabors, Transfusionsbeauftragter, Mitglied der Arzneimittelkommission und im boden- und luftgebundenen Rettungsdienst als Notarzt tätig. Wissenschaftlicher Fokus und innovative Therapieansätze Der wissenschaftliche Fokus von Werdehausen liegt auf der Erforschung der Effekte von Lokalanästhetika auf chronische Schmerz- und Entzündungsprozesse und der Entwicklung neuer Therapieansätze zur Verbesserung der postoperativen Erholung, dem Schutz der geistigen Funktion und Schmerzbewältigung. „Meine grundlagenwissenschaftliche und klinische Forschung hat das Ziel, durch innovative Ansätze die Vermeidung und Therapie chronischer Schmerzen und den Schutz vor negativen Operationsfolgen, wie postoperative Verwirrtheit entscheidend zu verbessern. Es geht darum, individuelle Risikofaktoren zu erkennen und zu reduzieren“, erläutert er. Werdehausen befasst sich weiterhin intensiv mit der Digitalisierung von klinischen Prozessen. „Durch die Implementierung digitaler Systeme können wir die Effizienz und Sicherheit, zum Beispiel in der präoperativen Evaluation erheblich verbessern“, betont der Mediziner. Zudem plant er die klinische Nutzung von Telemedizin in der Intensivtherapie und Notfallmedizin, um die Qualität und Verfügbarkeit der Versorgung zu erhöhen. Nachwuchsförderung und interprofessionelle Teamarbeit Zu den zentralen Anliegen von Werdehausen zählen zudem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Ausbau von klinischen Trainings- und Simulationskapazitäten in Magdeburg sowie die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften für den Standort. „Die Ausbildung und Karriere der nächsten Generation von Ärztinnen und Ärzten liegt mir sehr am Herzen. Ich möchte sie ermutigen, frühzeitig in Forschung und Lehre einzusteigen und sie auf ihrem Weg bestmöglich unterstützen. Gleichzeitig ist die Stärkung der interprofessionellen und interdisziplinären Teamarbeit im Bereich Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall-, Schmerz- und Palliativmedizin essenziell und auch ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Patientenversorgung“, betont er. Daher sei Werdehausen eine zeitgemäße Leitung, heißt es von der Universitätsmedizin Magdeburg, und die Förderung der individuellen Fähigkeiten und Interessen sämtlicher Teammitglieder der personell größten Klinik an der Universitätsmedizin Magdeburg ausgesprochen wichtig.
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