Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Schlafapnoe und Hypertonie

Schlafapnoe
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Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten spanischen Studie lassen vermuten, dass es bei Männern, nicht aber bei Frauen, einen Zusammenhang zwischen einer moderaten bis schweren obstruktiven Schlafapnoe (OSA) und der Inzidenz schwererer Formen der Hypertonie gibt. Allerdings, so schränken die Autoren ein, handele es sich bei ihrer Arbeit um eine bevölkerungsbasierte Studie, und es sei möglich, dass sich Frauen in Schlafkliniken von denen in der Allgemeinbevölkerung unterscheiden.

In einer Post-hoc-Analyse der Vitoria-Schlafkohorte erforschten Erstautorin Dr. Irene Cano-Pumarega vom Hospital Universitario de Getafe und Kollegen den Zusammenhang zwischen einer OSA und einer neu auftretenden Hypertonie des Sta­diums 2 (systolischer Blutdruck [BP] ≥160 mmHg und/oder diastolischer BP ≥100 mmHg) auf der Grundlage von Unterschieden zwischen den Geschlechtern.

Die Forscher führten über einen Zeitraum von 7,5 ± 0,8 Jahren eine prospektive Studie mit 1155 normotensiven Personen mittleren Alters aus der Allgemeinbevölkerung durch (43,7 % Männer), von denen sie sowohl zu Beginn als auch im Follow-up Blutdruckwerte dokumentierten und mit denen sie zu Beginn der Studie eine polysomnographische Untersuchung durchführten. Anhand logistischer Regressions­modelle wurde der Zusammenhang zwischen dem Respiratory Disturbance Index (RDI) und einer Hypertonie des Stadiums 2 ermittelt. Die Variablen, die mit der Inzidenz einer Hypertonie des Stadiums 2 in Verbindung standen, identifizierten die Wissenschaftler mittels rekursiver Partitionierung. Der RDI wurde in 4 Kategorien unterteilt (0–2,9; 3–6,9; 7–13,9 und ≥ 14), wobei die erste Kategorie als Referenz diente.

Die Analyse ergab, dass bei Männern ein RDI ≥14 mit einer signifikant erhöhten Odds Ratio (OR) für eine Hypertonie des Stadiums 2 assoziiert war (OR 2,54; 95 %-Konfidenz­intervall [KI] 1,09–5,95; p=0,032). Bei Frauen hingegen war dieser Zusammenhang nicht statistisch signifikant (p=0,371).

Autoren: Cano-Pumarega I et al.
Korrespondenz: Dr. Irene Cano-Pumarega, Respiratory Department, Hospital Universitario de Getafe, Ctra. Toledo Km 12,500. 28905 Getafe, Madrid, Spanien; [email protected]
Studie: Sleep Apnea and Hypertension: Are There Sex Differences? The Vitoria Sleep Cohort
Quelle: Chest 2017;152(4):742–750.
Web: www.sciencedirect.com/journal/chest