US-Studie: Kein Zusammenhang zwischen Grippeimpfung und COVID-19-Risiko23. September 2020 Foto: © Satjawat/Adobe Stock Eine neue Studie der Cleveland Clinic (USA) hat ergeben, dass eine Impfung gegen Influenza das Risiko für eine COVID-19-Infektion nicht erhöht oder die mit einer COVID-19-Erkrankung verbundene Morbidität oder Mortalität verstärkt. Die Studie zeigt den Autore zufolge, dass der Grippeimpfstoff die wichtigste Einzelmaßnahme ist, um in diesem Herbst und Winter gesund zu bleiben. Saisonale Grippeaktivitäten sind nicht vorhersehbar, und ansonsten gesunde Menschen werden jedes Jahr aufgrund einer schweren Atemwegsinfektion ins Krankenhaus eingeliefert. In diesem Jahr ist es noch wichtiger, sich gegen die Influenza impfen zu lassen, um eine „Twindemie“ von Grippe und COVID-19 zu verhindern. In der neuen Studie analysierte ein Forscherteam unter der Leitung von Dr. Joe Zein, Pneumologe an der Cleveland Clinic, zwischen Anfang März und Mitte April dieses Jahres mehr als 13.000 Patienten, die dort auf COVID-19 getestet wurden. Ein Vergleich derjenigen, die im Herbst oder Winter 2019 nicht adjuvantierte Influenza-Impfstoffe erhalten hatten (4138 Patienten), mit denen, die den Impfstoff nicht erhalten hatten (9082 Patienten), ergab, dass die Influenza-Impfung nicht mit einer erhöhten Inzidenz oder Schwere der COVID-19-Erkrankung assoziiert war – einschließlich des Risikos für Krankenhausaufenthalte, Aufnahme auf die Intensivstation oder Sterblichkeit. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass wir in dieser Grippesaison wie gewohnt mit unserer Impfstrategie gegen die globale Influenza fortfahren sollten“, sagt Zein. „Der jährliche Grippeimpfstoff ist nach wie vor der beste Schutz gegen das Influenzavirus – sowohl für einen selbst als auch für die Menschen, die einen umgeben.“ Da noch viel Unbekanntes über die möglichen Folgen von SARS-CoV-2 und Influenza-Infektionen – einschließlich Krankheitspathologie und Belastung des Gesundheitssystems – bekannt ist, glauben Forscher und Kliniker, dass die Adhärenz der Bevölkerung gegenüber einer frühzeitigen Grippeimpfung dazu beitragen wird, das Risiko gleichzeitiger Virusinfektionen und Epidemien bzw. Pandemien zu senken, während Forscher weiterhin Daten sammeln. „Wir haben schon gesehen, welche Belastung COVID-19 für unsere Krankenhäuser und Ressourcen sein kann“, erklärt Zein. „Obwohl wir noch nicht sicher sind, wie sich die Grippesaison auf die Anfälligkeit und Infektionen für COVID-19 auswirken wird, raten wir den Menschen dringend, sich gegen Influenza impfen zu lassen – sowohl um ihrer eigenen Gesundheit willen als auch im Sinne der kollektiven Gesundheit unserer Pflegesysteme.“
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