UTC Jena erneut zertifiziert – jetzt auch für Nierenkrebs

Die Experten des UKJ versorgen mehr als 30.000 Patienten mit Krebserkrankungen jährlich im UniversitätsTumorCentrum – beispielsweise in der onkologischen Tagesklinik. Foto: UKJ/Schroll

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das UniversitätsTumorCentrum (UTC) am Universitätsklinikum Jena (UKJ) erneut als „Onkologisches Zentrum“ ausgezeichnet. Dabei wurde auch das Nierenkrebszentrum erstmals zertifiziert.

„Die Deutsche Krebsgesellschaft bestätigt mit der Auszeichnung einmal mehr, dass wir am UKJ höchste Qualitätsstandards bei der Behandlung von Krebspatienten haben und umsetzen. Außerdem würdigt das Zertifikat das Spektrum unseres Onkologischen Zentrums und die interdisziplinäre Zusammenarbeit“, erklärt Prof. Andreas Hochhaus, Leiter des Onkologischen Zentrums und Sprecher des UTC.

Vor allem die vorbildlichen wissenschaftlichen Aktivitäten im gesamten Onkologischen Zentrum, die sich in der hohen Zahl an Patienten klinischer Studien niederschlage, wurde positiv hervorgehoben. Die Auditoren lobten auch die gut strukturierte onkologische Pflege, die sich etwa in der Beratung durch ein Onkologisches Pflegekonsil zeige. Anfang Februar 2022 konnte zudem eine ambulante Krebsberatungsstelle eröffnet werden, die durch das UTC koordiniert wird und dadurch eine wichtige Versorgungslücke schließt. Die Zertifizierungskommission würdigte darüber hinaus erneut die verschiedenen Maßnahmen zur Weiterentwicklung des UTC, beispielsweise die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Leipzig im Rahmen des Mitteldeutschen Krebszentrums.

Mit der Erstzertifizierung des Nierenkrebszentrums erweitert das UTC darüber hinaus sein Spektrum an Organkrebszentren. Jährlich werden am UKJ etwa 75 Patienten aufgrund von Nierentumoren behandelt. Etwa zwei Drittel davon erhielten die Diagnose Nierenkrebs. Das Nierenkrebszentrum bildet nun zusammen mit dem bestehenden Prostatakarzinomzentrum das „Uroonkologische Zentrum Jena“.

Insgesamt sind nunmehr unter dem Dach des UniversitätsTumorCentrums 20 Kliniken und Fachabteilungen, zehn Institute, sechs zertifizierte Organkrebszentren (Interdisziplinäres Brustzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum, Prostatakarzinomzentrum, Darmkrebszentrum, Hauttumorzentrum, Zentrum für Hämatologische Neoplasien), sechs Module (Neuroonkologisches Zentrum, Kopf-Hals-Tumorzentrum, Leberkrebszentrum, Pankreaskrebszentrum, Speiseröhrenkrebszentrum sowie das erstzertifizierte Nierenkrebszentrum), das SarkomCentrum Jena als sogenanntes Transitzentrum und die beiden Schwerpunkte Urologische Tumoren und Gastrointestinale Tumoren vereint.

Jährlich prüft die Deutsche Krebsgesellschaft bereits zertifizierte Onkologische Zentren, um die Qualität bei der Behandlung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen kontinuierlich zu verbessern. In einem dreijährigen Rhythmus werden die Zentren komplett nach den strengen Kriterien der Zertifizierungskommission zertifiziert.

(UKJ/ms)