Uterusmyome: US-Forscher empfehlen minimalinvasive Behandlungsalternativen zur Hysterektomie15. November 2024 Foto: © Parilov/stock.adobe.com Forscher der Mayo Clinic, USA, empfehlen bei Patientinnen mit Uterusmyome minimalinvasive Behandlungsalternativen zur Hysterektomie. Der Fachartikel wurde in der Zeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. „Weniger invasive Behandlungen können Frauen helfen, sich schneller zu erholen und ihre normalen Aktivitäten schneller wieder aufzunehmen. Außerdem haben viele Studien inzwischen gezeigt, dass es gesundheitliche Vorteile hat, die Gebärmutter und die Eierstöcke zu behalten“, erklärt Co-Autorin Shannon Laughlin-Tommaso von der Mayo Clinic. Die Entfernung der Gebärmutter, selbst wenn die Eierstöcke verschont bleiben, erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Angstzuständen und einer höheren Sterblichkeit. Diese Risiken sind bei Menschen, denen die Gebärmutter in jungen Jahren entfernt wird, höher. „Frauen, die eine Hysterektomie in Erwägung ziehen, sollten über diese Risiken aufgeklärt werden, da es für viele Frauen mit Myomen andere, weniger invasive Optionen gibt“, sagt Laughlin-Tommaso. Verlauf der Studie Die Studie ergab, dass fast 60 Prozent der Frauen, die sich wegen Myomen einer Hysterektomie unterzogen, nicht zuvor eine weniger invasive Behandlung erhalten hatten. Dank der alternativen Möglichkeiten zur Hysterektomie können Frauen ihre Gebärmutter länger erhalten. Zu diesen Alternativen gehören medizinische Therapien, Hormonspiralen, Radiofrequenzablation, fokussierte Ultraschallablation und Gebärmutterarterienembolisation. Früherkennung ist der Schlüssel, so die Autoren. Wenn Myome frühzeitig entdeckt werden, sind sie meist kleiner und weniger ausgedehnt. Eine frühzeitige Behandlung ist daher medizinisch weniger kompliziert. Die Häufigkeit von Myomen nimmt mit dem Alter bis zur Menopause zu und ist bei schwarzen Frauen höher. Darüber hinaus treten in dieser Bevölkerungsgruppe häufig schwerere Myome auf. „Eine frühere Diagnose und Behandlung von Uterusmyomen kann dazu beitragen, diese gesundheitliche Ungleichheit bei schwarzen Frauen zu verringern“, betont Dr. Ebbie Stewart, Mitautorin. In umfragebasierten Studien zogen viele schwarze Patientinnen minimalinvasive Therapien einer Hysterektomie vor. Die Diagnose von Myomen ist mit einem Beckenultraschall einfach zu stellen, aber die Entscheidung, wer untersucht werden soll, ist nicht einfach, und die Untersuchung erfolgt in der Regel erst, wenn die Myome groß sind oder die Patientinnen Symptome zeigen. Viele Frauen mit symptomatischen Myomen haben über psychisches Leiden berichtet, darunter Depressionen, Besorgnis, Wut und ein gestörtes Körperbild. Die Forscher schlagen vor, in künftigen Studien auch jüngere Frauen, insbesondere junge Schwarze, und Menschen mit einer ausgeprägten familiären Myomanamnese zu untersuchen, um festzustellen, ob eine frühzeitige Behandlung das langfristige Risiko verringert.
Mehr erfahren zu: "Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau" Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau Erkältungen, psychische Probleme, Rückenschmerzen: Fehlzeiten von Beschäftigten wegen Krankheit halten sich hartnäckig, wie neue Daten zeigen. Politiker stellen Regelungen wie die telefonische Krankschreibung infrage. Auch neue Modelle werden diktutiert.
Mehr erfahren zu: "Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung?" Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung? Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angesichts aktueller Zahlen zu viele Fehltage wegen Krankheit kritisiert. Seine Partei stellt insbesondere die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde, infrage.
Mehr erfahren zu: "Reproduktionsimmunologie: Jenaer Professor DGRM-Vorsitz" Reproduktionsimmunologie: Jenaer Professor DGRM-Vorsitz Mit Beginn dieses Jahres hat Prof. Udo Markert den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) übernommen. Das hat das Universitätsklinikum Jena mitgeteilt.