Uwe Janssens und Gernot Marx werden Ehrenmitglieder der DIVI9. Dezember 2024 Uwe Janssens (rechts) und Gernot Marx (mitte) werden Ehrenmitglieder der DIVI. (Foto: ©Helmut Biess/Covershoot) Für ihr enormes Engagement während der Corona-Pandemie wurden die beiden ehemaligen DIVI-Präsidenten Prof. Uwe Janssens und Prof. Gernot Marx nun zu Ehrenmitgliedern der Fachgesellschaft ernannt. Durch die Corona-Pandemie waren ihre jeweiligen Präsidentschaften von besonders großen Herausforderungen geprägt: Janssens, DIVI-Präsident in den Jahren 2019 und 2020, und Marx, DIVI-Präsident in 2021 und 2022, hätten in einer Ausnahmesituation nicht nur die eigene Fachgesellschaft vorbildlich geführt, sondern auch neue Konzepte und Ideen weiterentwickelt, heißt es von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V. (DIVI) zur Ernennung der beiden Mediziner als Ehrenmitglieder der Fachgesellschaft. Gleichzeitig hätten sich beide viel Zeit genommen, klar gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu kommunizieren. Die Auszeichung erfolgte im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Jahreskongresses DIVI24 in Hamburg. „Uwe Janssens und Gernot Marx waren vorbildliche Führungskräfte in einer sehr schwierigen Zeit, jeder auf seine persönliche Art und Weise“, sagte der derzeitige DIVI-Präsident Prof. Felix Walcher in seiner Laudatio. Janssens, dessen Präsidentschaft in die Anfänge der Pandemie fiel, war das Gesicht der deutschen Notfall- und Intensivmedizin in vielen medialen Auftritten. In einer von großer Unsicherheit geprägten Zeit schaffte er es, die komplexen medizinischen Sachverhalte ruhig und klar zu kommunizieren und stärkte so auch das Vertrauen der Bevölkerung. Gemeinsam mit vielen engagierten DIVI-Kollegen entwickelte er zudem Empfehlungen für Triage-Entscheidungen. „Diese sind ein Meilenstein aus der Praxis für die Praxis, dessen Gültigkeit weiter über die Pandemie hinausgeht“, so Walcher. Janssens und Marx waren vorbildliche Führungskräfte in einer sehr schwierigen Zeit Marx übernahm die DIVI-Präsidentschaft turnusgemäß im Januar 2021 – in einer Zeit, in der auf der einen Seite die Fallzahlen von COVID-19-Patienten massiv anstiegen und auf der anderen Seite Personal in der Notfall- und Intensivmedizin vermehrt ausfiel. In dieser Krisensituation implementierte Marx in kürzester Zeit intensivmedizinische Telekonsile und trieb die Ausgestaltung von telemedizinschen Netzwerken voran. Ohne ihn hätte es im vergangenen Jahr wahrscheinlich die G-BA-Entscheidung zur Etablierung von Intensivzentren in Deutschland so nicht gegeben. „Ein Beitrag, der uns ganz konkret in der Pandemie geholfen hat und jetzt darüber hinaus die Landschaft der Intensivmedizin dauerhaft prägen wird!“, kommentierte Walcher. Der Intensivmedizin gegenüber Politik und Öffentlichkeit Gehör verschafft und ein Gesicht gegeben Insgesamt haben beide DIVI-Ehrenmitglieder durch ihr Engagement und ihre Verdienste maßgeblich dazu beigetragen, die Bekanntheit und das Ansehen der Fachgesellschaft weiter zu steigern. Viele Menschen haben die DIVI besser kennengelernt und ihren Nutzen verstanden. Ihrer Positionierung als wissenschaftliche Fachgesellschaft mit einer hohen Beratungskompetenz dürfte dies auch zukünftig zugutekommen. „Es wird immer die Aufarbeitung der Pandemie gefordert. In der Regel ist das dann negativ behaftet. Wir haben viel geleistet in der Pandemie und arbeiten diese damit auf, indem wir diejenigen, die Großartiges geleistet haben, ehren und das Positive nach vorne stellen“, betonte Walcher im vollbesetzten Hauptsaal des CCHs in Hamburg.
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