Vapen hat bei Jugendlichen weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit

E-Zigaretten sind bei Jugendlichen sehr beliebt. (Foto: © 6okean – stock.adobe.com)

Vapen hat erhebliche kurz- und mittelfristige Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Zu diesem Schluss kommen die Autoren einer systematischen Übersichtsarbeit in den „Archives of Disease in Childhood“. Sie fordern daher mehr Schutzmaßnahmen und strengere Regularien.

Die Autoren um Will Carroll von der Keele University in Großbritannien hatten 81 Primärstudien mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 19 Jahren ausgewertet, die bis September 20225 veröffentlicht worden waren und über gesundheitliche oder soziale Folgen im Zusammenhang mit dem Konsum von E-Zigaretten berichteten.

Die Stichprobengrößen der eingeschlossenen Studien reichten von 83 bis 216.056 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 19 Jahren. Einige Studien schlossen auch jüngere Kinder ein (z. B. <5 Jahre) oder erfassten die Outcomes von Neugeborenen/Säuglingen nach einer Exposition im Mutterleib.

In Summe war Vapen mit nachweisbaren Gesundheitsschäden in acht Gesundheitsbereichen verbunden: Atemwegsgesundheit, psychische Gesundheit, Einstieg in das Zigarettenrauchen, Mund- und Zahngesundheit, Allergien, Schlaf, Augensymptome sowie perinatale Ergebnisse bei Säuglingen, die in utero exponiert waren.

Jüngere Heranwachsende sind stärker gefährdet

Die konsistentesten Zusammenhänge zwischen Vapen und Gesundheitsschäden wurden in großen Querschnittsstudien zu Husten, Wheezing, bronchitischen Symptomen, Angstzuständen, Depressionen und Panikstörungen berichtet. Begrenzte, nach Alter stratifizierte Analysen aus hochwertigen Studien deuteten darauf hin, dass die Zusammenhänge zwischen Vapen und dem Einstieg in den Tabakkonsum, dem Wechsels zum Tabakkonsum und psychischen Symptome bei jüngeren Jugendlichen stärker ausgeprägt zu sein scheinen.

Da es sich beim Vapen um ein relativ neues Phänomen handele, seien die längerfristigen Folgen noch unklar, erklären die Forschenden. Dennoch deuteten die aktuellen Erkenntnisse bereits darauf hin, dass im Vereinigten Königreich und anderswo strengere Regularien notwendig sind, um Kinder und Jugendliche vor Schäden durch den Konsum von E-Zigaretten zu schützen. (ej/BIERMANN)