Variabilität in der Gehirnentwicklung – DFG bewilligt neue Forschungsgruppe20. Dezember 2021 Foto: ©lom123 – stock.adobe.com Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat an der Freien Universität Berlin eine neue Forschungsgruppe zur Untersuchung grundlegender Prinzipien der Gehirnentwicklung eingerichtet. Die Forschungsgruppe besteht aus insgesamt 13 Arbeitsgruppenleitern, die in neun eng verbundenen Forschungsprojekten der Frage nachgehen werden, wie Variabilität trotz identischer Gene zur Gehirnentwicklung beiträgt. Eineiige Zwillinge sind zwar genetisch identisch, haben aber unterschiedliche Persönlichkeiten. Diese Unterschiede können durch unterschiedliche Lebenserfahrung oder zufällige Unterschiede während der Gehirnentwicklung verursacht werden. Zu welchem Grad diese beiden möglichen Ursachen zum Unterschied der Persönlichkeiten beitragen, ist allerdings unklar und am Menschen nicht problemlos erforschbar. Die neue Forschungsgruppe trägt den Namen „Von Impräzision zu Robustheit in der Assemblierung Neuronaler Schaltkreise“ und wird von Prof. Peter Robin Hiesinger am Institut für Biologie der Freien Universität Berlin als Sprecher geleitet, wie die DFG mitteilte. Partner-Institutionen sind die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, die Humboldt Universität zu Berlin und das Zuse-Institut Berlin. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der neun Projekte innerhalb der Forschungsgruppe nutzen die Fruchtfliege als neurogenetisches Model um herauszufinden, in welchen Formen individuelle Ungenauigkeiten zur Gehirnentwicklung beitragen und sogar notwendig sind. Hiesinger, Sprecher der neuen Forschungsgruppe, hat 2021 mehrere neue Projekte zum informationstheoretischen Verständnis der Gehirnentwicklung an der Freien Universität Berlin gestartet. So wurde er vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit einem ERC Advanced Grant geehrt. Die mit 2,3 Millionen Euro dotierte Auszeichnung wurde für das Projekt “Synaptic Promiscuity in Brain Development” verliehen.
Mehr erfahren zu: "Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei" Genetischer Risikofaktor und Virusinfektion tragen gemeinsam zur Multiplen Sklerose bei Multiple Sklerose wird durch eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus mitverursacht. Daneben spielen aber auch bestimmte Genvarianten eine wichtige Rolle. Wie Forschende der Universität Zürich zeigen, führt erst das molekulare Zusammenspiel […]
Mehr erfahren zu: "Projekt für Umgang mit psychisch belasteten Schülern startet" Projekt für Umgang mit psychisch belasteten Schülern startet Verhaltensauffälligkeiten nehmen auch im Schulalltag zu. Nach langer Planung startet in Sachsen nun ein Projekt, das Lehrkräfte sowie Schulleitungen entlasten soll.
Mehr erfahren zu: "Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angststörungen und Panikattacken" Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angststörungen und Panikattacken Auch mehrere Jahre nach Ende der Corona-Pandemie prägt diese Zeit noch Tausende Teenager in Baden-Württemberg in Form psychischer Erkrankungen.