Verbesserte Wundheilung mit thrombozytenreichem Plasma3. Juni 2020 ©Henrik Dolle – Adobe Stock Thrombozytenreiches Plasma (platelet-rich plasma, PRP) findet bei therapierefraktären Wunden Anwendung; die Applikation des PRP ist aktuell Forschungsgegenstand im Fachbereich der Wundheilung. Bei schlechtem Allgemeinzustand eines Patienten ist es jedoch schwierig, aus dessen Blut autologes PRP zu gewinnen. Wissenschaftler haben die Wirksamkeit und Sicherheit von allogen gewonnenem PRP bei chronisch-refraktären Wunden evaluiert. 69 Patienten (39 Männer, 21 Frauen, 57 ± 10 Jahre alt) mit chronischen Wunden wurden inkludiert und erhielten die standardisierte Wundbehandlung. Die Patienten mit refraktären Wunden wurden in 2 Subgruppen unterteilt und der Behandlung mit allogenem PRP zugeführt oder dienten als Kontrollgruppe. Das allogene PRP wurde aus Blut gesunder Probanden gewonnen. Die klinische Wirksamkeit wurde durch visuelle Observation des Wundzustandes und objektive Untersuchung der Wundoberfläche evaluiert.Nach 30 Tagen Debridement zeigten die Wunden der PRP-behandelten Gruppe eine ausgeprägte Granulation bei reduzierter inflammatorischer Exsudation. Es wurden keine Abstoßungsreaktionen beobachtet. Die Wundheilung, so die Autoren, schritt in der PRP-Gruppe deutlich schneller voran als in der Kontrollgruppe.Fazit: Eine Kombination aus standardisierter Wundbehandlung plus allogenem PRP verkürzt die Wundheilung wesentlich. Allogenes PRP erscheint somit als effektive und sichere Therapie bei chronischen Wunden. (am) Originalpublikation: Allogeneic Platelet-Rich Plasma Therapy as an Effective and Safe Adjuvant Method for Chronic WoundsQuelle: J Surg Res 2020 Feb;246:284–291.Web: dx.doi.org/10.1016/j.jss.2019.09.019
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