Verbesserter Schutz von Schweinen gegen Influenzaviren: Zwei Impfstoffkandidaten getestet19. Juli 2024 (Symbolbild) Foto: © Dani Kreienbühl – stock.adobe.com Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) berichtet über einen verbesserten Schutz von Schweinen gegen Influenzaviren. Die Studie „Neuartige rekombinante Impfstoffe vermitteln bei Ferkeln einen verbesserten Schutz gegenüber Influenza“ ist jetzt in der Zeitschrift „npj vaccines“ erschienen. Sie wurde gemeinsam vom FLI auf der Insel Riems – Greifswald (Arbeitsgruppe Timm Harder), dem Institut für Virologie der Universität Freiburg/Br. (Arbeitsgruppe Martin Schwemmle) und dem Institut für Virologie und Immunologie (IVI) in Bern/Mittelhäusern (Arbeitsgruppe Gert Zimmer) durchgeführt. Influenza-A-Viren verursachen in der modernen Schweineproduktion eine wirtschaftlich bedeutsame Atemwegserkrankung. Dabei kann es zu einer kontinuierlichen Virusübertragung zwischen den Tieren kommen, die nur schwer zu kontrollieren ist. Herkömmliche Impfstoffe, die auf inaktivierten Influenzaviren beruhen und die nahezu ausschließlich bei Muttersauen eingesetzt werden, können das Problem nicht vollständig lösen. Das Ziel dieser Studie war es daher, neue Impfstoffkandidaten zu testen, die auch einen Einsatz direkt in Ferkeln erlauben, so das FLI. Dazu wurden Ferkel aus einem betroffenen Bestand mit zwei neuartigen rekombinanten Impfstoffen immunisiert. Bei dem ersten Impfstoff handelte es sich um eine abgeschwächte Lebendvakzine auf Grundlage eines Fledermaus-Influenzavirus, das unfähig ist, mit porzinen oder humanen Influenza-A-Viren Gensegmente auszutauschen. Der andere Impfstoff basiert auf RNA-Replikon-Partikeln, die von einem vermehrungsunfähigen Virus der vesikulären Stomatitis (VSV) abgeleitet sind. Beide Impfstoffe enthielten die genetische Information für Proteine eines Schweine-Influenzavirus, gegen die eine schützende Immunität induziert werden sollte. In Belastungsinfektionen der Tiere mit einem Schweine-Influenzavirus vermittelten die neuen rekombinanten Impfstoffe einen klar verbesserten Schutz im Vergleich mit zwei herkömmlichen Impfstoffen. Die beiden neuen Impfstoffkandidaten könnten dazu beitragen, die kontinuierliche Übertragung von Influenza-A-Viren in Schweinebeständen zu unterbrechen, heißt es in der Mitteilung weiter. Dadurch würde sich der Gesundheitszustand der Tiere verbessern und auch das Risiko einer Übertragung von Schweine-Influenzaviren auf den Menschen verringern. Die Studie wurde finanziert durch das europäische ICRAD-Projekt „PIGIE“ (Nummer 2821ERA24), dem Schweizerischen Nationalfond (Förderungsnummer IZCOZO_189903) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Förderungsnummer DFG-434507207).
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