Verbessertes Gesamtüberleben: Pembrolizumab-Zusatz bei triple-negativem Brustkrebs im Frühstadium20. Januar 2025 Foto: © PhotoPlus+/stock.adobe.com Forscher um Prof. Peter Schmid vom Barts Cancer Institute in London, Großbritannien, haben die finalen Ergebnisse der Phase-III-Studie KEYNOTE-522 zu Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs im Frühstadium vorgestellt. Demnach ergibt sich mit neoadjuvantem Pembrolizumab plus platinhaltiger Chemotherapie, gefolgt von adjuvantem Pembrolizumab, im Vergleich zur alleinigen neoadjuvanten Chemotherapie eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens. Frühere Auswertungen hatten bereits signifikante Verbesserungen pathologischer kompletter Remission und des ereignisfreien Überlebens gezeigt. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine” veröffentlicht. Verlauf der Studie Im Rahmen ihrer Studie hatten die Wissenschaftler 1174 Patientinnen mit bisher unbehandeltem triple-negativen Brustkrebs im Stadium II oder III im Verhältnis 2:1 für eine neoadjuvante Therapie mit vier Zyklen Pembrolizumab (200 mg; n=784) oder Placebo (n=390) alle drei Wochen, plus Paclitaxel und Carboplatin randomisiert. Darauf folgten vier Zyklen Pembrolizumab bzw. Placebo, plus Doxorubicin-Cyclophosphamid oder Epirubicin-Cyclophosphamid. Nach der definitiven Operation erhielten die Patientinnen adjuvantes Pembrolizumab (Pembrolizumab-Chemotherapie-Gruppe) oder Placebo (Placebo-Chemotherapie-Gruppe) alle drei Wochen für bis zu neun Zyklen. Zum Datenstichtag (22.03.2024) belief sich die mediane Nachbeobachtung auf 75,1 Monate (Spanne 65,9-84,0). Das Ergebnis: Das geschätzte Gesamtüberleben nach 60 Monaten beziffern die Autoren auf 86,6 Prozent (95%-KI 84,0–88,8) in der Pembrolizumab-Chemotherapie-Gruppe gegenüber 81,7 Prozent (95%-KI 77,5–85,2) in der Placebo-Chemotherapie-Gruppe (P=0,002). Die Nebenwirkungen hätten den etablierten Sicherheitsprofilen von Pembrolizumab bzw. der Chemotherapie entsprochen, ergänzen sie. (sf)
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