Verbindung zwischen orthostatischer Hypotonie und CVD erneut belegt3. Juli 2018 Foto: © ArTo – fotolia.com Orthostatische Hypotonie (OH) ist ein häufiges klinisches Symptom und wird als Indikator für Dehydrierung betrachtet. Neue Forschungsergebnisse bestätigen jedoch, dass Erwachsene mit OH möglicherweise nicht diagnostizierte kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD) haben. Das Team analysierte Daten von 9139 Probanden im Alter von 45 bis 64 Jahren, die zwischen 1987 und 1989 an der Langzeitstudie ARIC (Atherosclerosis Risk in Communities) aufgenommen worden waren. Diese Teilnehmer wurden auf kardiovaskuläre Ereignisse und Mortalität bis zum 31. Dezember 2015 nachbeobachtet. “OH war mit allen Maßen für eine subklinische kardiovaskuläre Erkrankung verbunden und ein wichtiger Prädiktor für künftige klinische kardiovaskuläre Ereignisse”, sagte Dr. Stephen Juraschek vom Beth Israel Deaconess Medical Center und der Harvard Medical School. “Wenn bei Erwachsenen mittleren Alters, bei denen keine kardiovaskuläre Erkrankung bekannt ist, eine orthostatische Hypotonie festgestellt wird, sollte der Arzt eine unentdeckte Herzerkrankung in Betracht ziehen.” Die Ergebnisse von Juraschek und Kollegen erschienen am 7. Mai online im “Journal of the American Heart Association”. “Derweil der Zusammenhang zwischen OH und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kontrovers diskutiert wird, waren unsere Ergebnisse eindeutig und konsistent”, sagte Juraschek. “Diese Befunde stützen unsere Hypothese, dass die OH eine wichtige Manifestation unentdeckter kardiovaskulärer Erkrankungen darstellt. Viele Behandlungen bei OH – wie die Erhöhung der Natriumzufuhr oder der Einnahmestopp von Blutdruckmedikamenten – können die Blutdruckkontrolle und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschlechtern. Kliniker sollten sich der Möglichkeit bewusst sein, dass bei Erwachsenen mit OH vor Behandlungsbeginn eine nicht diagnostizierte kardiovaskuläre Erkrankung vorliegt.” Publikation: Orthostatic Hypotension and Risk of Clinical and Subclinical Cardiovascular Disease in Middle‐Aged AdultsStephen P. Juraschek, Natalie Daya, Lawrence J. Appel, Edgar R. Miller, John William McEvoy, Kunihiro Matsushita, Christie M. Ballantyne, Elizabeth Selvin Journal of the American Heart Association. 2018;7:e008884, originally published May 7, 2018 https://doi.org/10.1161/JAHA.118.008884
Mehr erfahren zu: "Okklusiver Myokardinfarkt ohne ST-Hebung: KI treffsicherer als Standarddiagnostik" Okklusiver Myokardinfarkt ohne ST-Hebung: KI treffsicherer als Standarddiagnostik Eine KI-basierte EKG-Analyse erkennt okklusive Myokardinfarkte ohne ST-Hebung deutlich zuverlässiger als Standardprotokolle. Studiendaten vom ESC Acute CardioVascular Care 2026 zeigen eine höhere Sensitivität und Spezifität bei symptomatischen ACS-Patienten.
Mehr erfahren zu: "Übergewicht treibt Diabetes bei Frauen und Männern unterschiedlich an" Übergewicht treibt Diabetes bei Frauen und Männern unterschiedlich an Studien zeigen: Adipositas wirkt sich bei Frauen und Männern unterschiedlich auf den Stoffwechsel und den Weg zum Diabetes aus. Die DDG plädiert dafür, die Wechselwirkung von Übergewicht und Diabetes stärker […]
Mehr erfahren zu: "Vorhofohrverschluss: Studie relativiert Nutzen bei Hochrisikopatienten" Vorhofohrverschluss: Studie relativiert Nutzen bei Hochrisikopatienten Eine neue multizentrische Studie im „New England Journal of Medicine“ zeigt bei Hochrisikopatienten mit Vorhofflimmern keinen Vorteil des Vorhofohrverschlusses im Vergleich zur bestmöglichen medikamentösen Therapie.