Verena Prokosch: Neue Direktorin der Universitäts-Augenklinik Mainz17. Februar 2026 Verena Prokosch ist die neue Direktorin der Mainzer Universitäts-Augenklinik. Foto: UM/Peter Pulkowski Prof. Verena Prokosch ist neue Direktorin der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz sowie Inhaberin der W3-Professur für Augenheilkunde. Sie hat die ruhestandsbedingte Nachfolge von Prof. Norbert Pfeiffer angetreten, der die Klinik fast drei Jahrzehnte geleitet hatte. Die Expertin für Augenheilkunde und international anerkannte Glaukomspezialistin und Forscherin ist zum 1. Februar vom Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln an die Universitätsmedizin Mainz gewechselt, wo sie bereits bis 2020 tätig war. Der klinische Schwerpunkt von Prokosch liegt in der konservativen und operativen Behandlung der Glaukomerkrankung. Da das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken, mit dem Alter deutlich steigt, wird angesichts der zunehmend älteren Bevölkerung der Versorgungsbedarf von Glaukomerkrankungen in Zukunft weiter ansteigen. Prokosch ist es ein besonderes Anliegen, die Patientenversorgung in diesem Bereich sowie in der Diagnostik und Therapie von Hornhauterkrankungen und der Linsen- und Refraktiven Chirurgie auf hohem nationalen und internationalen Niveau zu stärken und weiter auszubauen Freude über Prokoschs Rückkehr, Dank an Vorgänger Pfeiffer „Wir freuen uns sehr, dass Professorin Verena Prokosch dem Ruf gefolgt ist und nach Mainz zurückkehrt. Verena Prokosch ist eine hoch kompetente Klinikerin und renommierte Wissenschaftlerin, die mit großer Innovationsfreude und Begeisterung agiert. Sie überzeugt zudem durch ihre interdisziplinäre Expertise und ihr großes Netzwerk – beides ideale Voraussetzungen, um die Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit dem Team der UM erfolgreich weiter voranzubringen“, erklärte Prof. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. Und er betonte: „Mein herzlicher Dank gilt Prof. Norbert Pfeiffer für sein jahrzehntelanges Engagement und Wirken. Es ist sein großer Verdienst, dass die Mainzer Augenklinik heute zu den bedeutendsten universitären Kliniken ihrer Art in Deutschland zählt. Zudem möchte ich mich bei Prof. Bernhard Stoffelns bedanken, der seit April 2025 die kommissarische Leitung der Klinik erfolgreich innehatte.“ Neuroprotektion und Regeneration beim Glaukom Neben der klinischen Tätigkeit ist Prokosch sowohl grundlagenwissenschaftlich als auch in der klinischen und translationalen Forschung international aktiv. Schwerpunktmäßig forscht sie zur Neuroprotektion und Regeneration beim Glaukom mit neuen Therapieansätzen, um Erblindung langfristig zu vermeiden. Die neue Mainzer Professorin ist stellvertretende Sprecherin des Sonderforschungsbereiches (SFB) 1607 „Neue immunmodulierende und anti(lymph)angiogene Therapien für altersassoziierte, zur Erblindung führende Augenerkrankungen“. Zudem ist Prokosch Sprecherin des Graduiertenkollegs und Leiterin zweier weiterer Teilprojekte in dem SFB, die sie zukünftig an der Unimedizin Mainz fortführen wird. Forschung und klinische Praxis eng miteinander verknüpfen Die bereits etablierten Forschungsaktivitäten der Mainzer Augenklinik will Prokosch weiter vorantreiben. Zugleich will sie diese mit anderen bestehenden Initiativen noch stärker verknüpfen und um neue Forschungsbereiche erweitern. Sie ist überzeugt, dass Forschung und klinische Praxis eng miteinander verbunden werden müssen, um medizinische Innovation zu erreichen. Diesem Ziel dienen auch die Studierendenausbildung und die Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses, weshalb beides der neuen Mainzer Professorin wichtige Anliegen sind. Prokosch: Kampf gegen Erblindung ein großes Stück vorantreiben „Die Augenklinik und Poliklinik der Mainzer Unimedizin genießt einen hervorragenden Ruf in Versorgung und Forschung“, erklärte Prokosch. „Ich freue mich daher sehr, an meine frühere Wirkungsstätte zurückzukehren und mit den Mainzer Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Berufsgruppen und Fachrichtungen für den weiteren gemeinsamen Erfolg zusammen zu arbeiten. Gemeinsam werden wir es in den nächsten Jahren schaffen, die Forschung, Ausbildung und Klinik voranzutreiben, um vielen Menschen das Augenlicht zu retten und den Kampf gegen die Erblindung ein ganz großes Stück weiter voranzutreiben.“Von 2014 bis 2020 war sie bereits als Oberärztin und akademische Vertreterin der Lehre in der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz tätig.
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