Vivid untersucht die frühe Entstehung von Typ 2-Diabetes13. November 2019 Prof. Dr. Regina Ensenauer, stellv. Sprecherin des GRK 2576 „vivid“, Prof. Dr. Hadi Al-Hasini Sprecher des neu an HHU eingerichteteten GRK, das die DFG ab Juni 2020 für viereinhalb Jahre fördert. Fotos: Klinikum der Universität München (l.), Deutsches Zentrum für Diabetesforschung DZD (r.) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das neue Graduiertenkolleg (GRK) 2576 „vivid – In vivo Untersuchungen der frühen Entstehung des Typ 2-Diabetes“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ). Die DFG gab nun bekannt, dieses Projekt für Nachwuchsforscherinnen und -forscher ab 1. Juni 2020 für viereinhalb Jahre mit insgesamt rund vier Millionen Euro zu finanzieren. Sprecher des GRK ist Prof. Dr. Hadi Al-Hasani. In Deutschland sind mehr als sieben Millionen Menschen an Typ-2-Diabetes mellitus erkrankt. Diabetes ist bislang unheilbar und kann eine Reihe von Spätkomplikationen wie etwa Herz-Kreislauferkrankungen hervorrufen. Die Faktoren und Mechanismen der frühen Krankheitsentstehung sind jedoch nicht hinreichend untersucht. Dies schränkt die Möglichkeiten der Entwicklung frühpräventiver Maßnahmen insbesondere für das Kindes- und Jugendalter deutlich ein. Im Graduiertenkolleg „vivid – In vivo Untersuchungen der frühen Entstehung des Typ 2-Diabetes“ der HHU erforschen nun gemeinsam Wissenschaftler und Doktoranden der Naturwissenschaften und der Medizin die frühen Ursachen der Diabetesentstehung. Ein Graduiertenkolleg bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit für eine strukturierte Promotion in einem erstklassigen Forschungsumfeld. Das Programm von vivid haben der Sprecher Prof. Dr. Hadi Al-Hasani (DDZ – Leibniz-Zentrum für Diabetesforschung an der HHU) und die stellvertretende Sprecherin Prof. Dr. Regina Ensenauer (Kinderklinik, Universitätsklinikum Düsseldorf und Max-Rubner-Institut (MRI) Karlsruhe) gemeinsam entwickelt. Die Promovierenden sind in eines von sieben interdisziplinär ausgerichteten und miteinander verzahnten Forschungsprojekten eingebunden. Sie werden zukünftig aus verschiedenen Perspektiven untersuchen, wie genetische Einflüsse und Umweltfaktoren über die verschiedenen Lebensphasen hinweg zur Diabetesentstehung beitragen. Prof. Dr. Peter Westhoff, Prorektor für Forschung und Transfer der HHU: „Ein Graduiertenkolleg ist für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eine hervorragende Umgebung, um sich in einem anspruchsvollen Forschungsfeld zu qualifizieren. Das neue Graduiertenkolleg bringt Erfahrungen unterschiedlicher Disziplinen der Naturwissenschaften und der Medizin mit ein.“ „Mit dieser strukturierten Förderung des Nachwuchs, vor allem von Medical und Clinician Scientists, leistet das Graduiertenkolleg einen Beitrag zum besseren Verständnis des Diabetes und intensiviert die Kooperation zwischen der Universität und dem Leibnizinstitut in Düsseldorf “, erklärt Prof. Dr. Michael Roden, Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums und Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Den Kollegiaten stehen Betreuerteams aus insgesamt elf Wissenschaftlern der HHU sowie des DDZ zur Seite. Sie können auf vielfältige Ressourcen zurückgreifen, unter anderem dezidierte Humankohorten von der Schwangerschaft bis ins Erwachsenenalter (Deutsche Diabetes Studie, GDS; Mutter-Kind-Kohorte PEACHES). Außerdem verfügen sie über modernste analytische Verfahren und bildgebende Methoden zur Untersuchung der Diabetesentstehung. Ein strukturiertes und kohärentes Qualifizierungskonzept mit translationaler und lebensphasenspezifischer Ausrichtung bietet den Rahmen für ein nachhaltiges Training und Mentoring junger Wissenschaftler und Ärzte, um Fortschritte in der Grundlagenforschung mit der klinischen Diabetesforschung zu kombinieren. Das Graduiertenkolleg vivid soll in den nächsten viereinhalb Jahren hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler und -ärzte ausbilden und die Entwicklung effektiver Strategien zur verbesserten Diagnose, Therapie sowie Prävention des Diabetes vorantreiben.
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