Update: Vogelgrippe bei Flamingo im Krefelder Zoo und Ausbruch in Niedersachsen

(Symbolbild) Foto: © Anton Hlushchenko – stock.adobe.com

Nach dem Nachweis von Vogelgrippe bei einem toten Flamingo schließt der Zoo Krefeld in Nordrhein-Westfalen einige Tierhäuser – andere Bereiche bleiben geöffnet. Im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen ist die Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb aufgetreten.

Bei einem toten Flamingo im Krefelder Zoo ist das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Teile des Zoos bleiben deshalb bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Betroffen sind das
Regenwaldhaus, das Vogelhaus und der Pinguin-Pool, wie der Zoo mitteilte. Die restlichen Bereiche des Tierparks sollen weiter planmäßig öffnen.

Der Flamingo war in der Weihnachtswoche im Zoo gestorben. Das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut habe eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus nachgewiesen, hieß es. Um eine Ausbreitung auf andere Vögel zu verhindern, habe der Zoo unter anderem auch die
Hygienebereiche und die Futterversorgung angepasst.

Auswirkungen auf weitere Geflügelhalter in Krefeld und Umgebung hat die Infektion zunächst nicht. „Beim Zoo Krefeld handelt es sich aus epidemiologischer Sicht um einen geschlossenen Betrieb“, teilte die Einrichtung weiter mit.

Seit Ende September wurde der Erreger der Vogelgrippe bereits in mehreren Geflügelbetrieben in NRW nachgewiesen. Auch bei mehreren Wildvögeln wurde die Krankheit entdeckt. Eine Ansteckung des Menschen mit Geflügelinfluenza ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts zwar prinzipiell möglich, aber äußerst selten.

Mitteilung des Zoos:

Vogelgrippe-Virus bei totem Flamingo im Zoo Krefeld nachgewiesen – Zoo Krefeld

Niedersachsen

In einer Geflügelhaltung im Landkreis Oldenburg ist ein neuer Fall der hochansteckenden Vogelgrippe festgestellt worden. Das hat Auswirkungen auch auf den Nachbarlandkreis.

Wegen eines neuen Ausbruchs der hochansteckenden Geflügelpest im Landkreis Oldenburg sind auch Teile des benachbarten Landkreises Diepholz zur Überwachungszone erklärt worden. Die Überwachungszone, die per Allgemeinverfügung festgelegt wurde, umfasse Teile der Stadt Bassum und der Gemeinde Stuhr, teilte die Landkreisverwaltung in Diepholz mit. 

Für Geflügelhalter gibt es in der Überwachungszone bestimmte Vorgaben: Für alle Geflügelhaltungen gilt dort eine Aufstallpflicht. Außerdem dürfen keine Vögel, frisches Geflügelfleisch und Eier ein- oder ausgeführt werden. Der private Einkauf von Geflügelfleisch im
Supermarkt sei von dem Ein- und Ausfuhrverbot nicht betroffen, teilte der Landkreis weiter mit. 

Betrieb in Prinzhöfte betroffen

Zuvor war am Neujahrstag in der Gemeinde Prinzhöfte im Landkreis Oldenburg in einem geflügelhaltenden Betrieb der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt worden, wie der Nachbarlandkreis Diepholz mitteilte. Angaben vom Landkreis Oldenburg, welche Vogelart
und wie viele Tiere betroffen sind, lagen zunächst nicht vor. Auch über Bekämpfungsmaßnahmen dort gab es zunächst keine Informationen. 

Trotz neuer Ausbrüche der Vogelgrippe hatte sich die Lage in der Geflügelhaltung in Niedersachsen nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover zuletzt etwas entspannt. 2025 wurden in Niedersachsen mehr als 1,5 Millionen Tiere wegen der
Vogelgrippe getötet. Die zahlreichen Ausbrüche im Herbst hatten den Angaben zufolge stark mit dem Vogelzug – vor allem von Kranichen – zusammengehangen.