Vogelgrippe-Verdacht: Chemnitz schließt Tierpark

(Symbolbild) Foto: © Bernhard Jaeck – pixabay.com

Wegen eines Vogelgrippe-Verdachts hat die Stadt Chemnitz ihren Tierpark vorerst geschlossen. Was passiert nun mit den Tieren? Und nach einem bestätigtem Vogelgrippe-Fall müssen rund 30.000 Puten in einer Anlage bei Geithain getötet werden.

Nach dem Verdacht auf Vogelgrippe bleibt der Chemnitzer Tierpark bis Montag (2. Februar) geschlossen. Jüngst waren dort zwei Hühner im Bereich des Enten- und Gänseteichs gestorben.

Eine erste Analyse der Landesuntersuchungsanstalt habe Vogelgrippe-Erreger nachgewiesen, teilte die Stadt mit. Ein abschließendes Ergebnis durch das Friedrich-Loeffler-Institut stehe noch aus. 

Nun würden alle rund 300 Vögel im Tierpark auf die Erreger untersucht, erklärte der zuständige Bürgermeister Knut Kunze. „Um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, bleibt der Tierpark Chemnitz bis einschließlich Montag geschlossen.“ 

Viele Tiere müssen im Stall bleiben

Zum jetzigen Zeitpunkt müssten keine Tiere getötet werden. Alle Vögel seien in einzelne Sektionen unterteilt und voneinander separiert worden, hieß es. Wenn möglich, seien die Tiere aufgestallt worden. 

Die umgangssprachlich als Vogelgrippe bezeichnete Aviäre Influenza ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kommt es auch vor, dass sich Säugetiere infizieren, wenn sie Kontakt zu infizierten Vögeln oder deren Ausscheidungen hatten. In Deutschland sei noch kein Fall von infizierten Menschen bekanntgeworden.

30.000 Puten bei Leipzig werden getötet

Nach einem bestätigtem Vogelgrippe-Fall müssen rund 30.000 Puten in einer Anlage bei Geithain getötet werden. Welche Schutzmaßnahmen jetzt im Landkreis Leipzig gelten.

Wegen eines Vogelgrippe-Ausbruchs müssen in einer Putenmastanlage nahe Geithain (Landkreis Leipzig) rund 30.000 Tiere getötet werden. Diese Entscheidung sei in Abstimmung zwischen dem Tierhalter, dem Veterinäramt des Landkreises Leipzig und der sächsischen Task-Force Tierseuchen getroffen worden, teilte das Landratsamt mit. Zuvor hatte das Friedrich-Loeffler-Institut das Virus bestätigt.

Das Veterinäramt richtet nun eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern ein. Zudem gelte eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern. In diesen Zonen gelten ab sofort besondere Schutzmaßnahmen, wie eine Stallpflicht, Meldepflichten und Hygieneregeln.

Mecklenburg-Vorpommern

Geflügelpest: Seit September 437.000 Tiere in MV getötet

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Hühnermastbetrieb in Schwarz bei Mirow sind 39.000 Tiere getötet worden. Dies teilte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte mit. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Es ist bereits der dritte Ausbruch der gefürchteten Tierseuche in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern. In einem Betrieb in Moltenow (Landkreis Rostock) wurden 29.000 Puten getötet, in Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) 23.000.

19 Ausbrüche seit September

Seit Beginn der laufenden „Vogelgrippe-Saison“ im September zählt das Agrarministerium in Schwerin damit 19 Ausbrüche in Geflügel-Betrieben. Bis Jahresende mussten nach Worten eines Ministeriumssprechers 346.000 Tiere getötet werden. Mit den drei Ausbrüchen seit Jahresbeginn ist diese Zahl auf 437.000 gestiegen.

Das gefürchtete hochansteckende Virus war in Schwarz am Mittwoch amtlich bestätigt worden. Noch am selben Abend seien die 39.000 Hühner getötet worden, sagte der Landkreissprecher. Die Veterinärbehörde zog eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb. 

Die 40 Geflügelhalter mit über 220.000 Tieren in der Schutzzone werden in den kommenden Tagen vom Veterinäramt überprüft, so der Sprecher weiter. In der weiter gefassten Überwachungszone müssen Tierhalter ihr Geflügel beim Veterinäramt melden und genau beobachten. Geflügel, Fleisch und Eier dürfen den Angaben zufolge weder in die noch aus den Zonen transportiert werden.