Von der Reha bis ins All: Ausbau der KI-Robotik-Forschung1. Oktober 2026 Ein gemeinsames Forschungsteam von UDE und DFKI vor dem Start einer Parabelflugkampagne. (Foto: DFKI) Exoskelette, die bei der Reha helfen, Astronauten auf Schwerelosigkeit vorbereiten oder künftig Roboter im All steuern: An solchen intelligenten robotischen Systemen forschen UDE und das DFKI gemeinsam. Auf dem Campus Duisburg wurde nun das „DFKI Projektbüro AURA Lab Duisburg-Essen“ eingerichtet. Seit 2021 arbeiten die Universität Duisburg-Essen (UDE) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eng zusammen. Prof. Elsa Andrea Kirchner von der UDE kooperiert seit vielen Jahren mit dem DFKI und leitet dort ein Forschungsteam*. Ihre Arbeit verbindet KI und Robotik mit intelligenter Biosignalanalyse. Das neue Projektbüro AURA (Augmentative and User-centered Robotics & AI) gibt laut UDE der Zusammenarbeit nun einen festen Anlaufpunkt in Duisburg und öffnet sie für weitere Forschungsgruppen. Wie viel Unterstützung braucht ein Mensch bei einer Bewegung? Das Team um Kirchner von der forscht seit vielen Jahren an Exoskeletten, die ihre Unterstützung individuell anpassen. Neben dem Einsatz in der Rehabilitation nutzt das Team inzwischen die Technologie auch, um Astronaut:innen auf Bewegungen in Schwerelosigkeit vorzubereiten. Im Projekt MikroBeM untersuchen UDE und DFKI gemeinsam, ob sich feinmotorische Bewegungen mit einem Exoskelett bereits auf der Erde trainieren lassen. Das System lernt, das Gewicht des Arms individuell auszugleichen und so Mikrogravitation zu simulieren. Der Härtetest folgt im Parabelflug: Unter echter Schwerelosigkeit prüfen die Forschenden, ob die Versuchspersonen von diesem Training profitieren. Im September 2026 hat das Team bereits seine vierte Kampagne in Schwerelosigkeit abgeschlossen. Elsa Andrea Kirchner forscht an der Schnittstelle menschzentrierter KI-Robotik und intelligenter Biosensorik (Foto: UDE/Fabian Strauch) „Mich begeistert, dass wir mit menschzentrierter KI-Robotik und intelligenter Biosensorik ganz unterschiedliche Fragen angehen können: Wie hilft ein Exoskelett einem Menschen nach einem Schlaganfall – und wie kann dieselbe Technologie Astronaut:innen auf Schwerelosigkeit vorbereiten? Mit dem neuen DFKI-Projektbüro schaffen wir Raum, um solche Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt Kirchner. Eine weitere Anwendung nimmt das Projekt ExoAssist in den Blick: Seit Juli entwickeln UDE und DFKI ein Ganzkörper-Exoskelett, mit dem Astronaut:innen künftig entfernte Roboter durch die eigenen Bewegungen steuern könnten – etwa bei Arbeiten im Erdorbit oder auf dem Mond. *Prof. Elsa Andrea Kirchner leitet an der Universität Duisburg-Essen das Fachgebiet Systeme der Medizintechnik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und am DFKI Robotics Innovation Center in Bremen das Team Intelligent Healthcare Systems.
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