Von Krankenschwestern geführte Herzinsuffizienz-Kliniken in der Primärversorgung

Krankenhauspersonal in einer Besprechung
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An schwedischen Krankenhäusern wurden bereits erfolgreich Herzinsuffizienz(HF)-Kliniken angesiedelt, die von spezialisierten Krankenschwestern geführt werden und eine strukturierte multidisziplinäre Betreuung gewährleisten sollen. In der Primärversorgung sind sie jedoch nach wie vor Mangelware.

Maria Liljeroos und Prof. Anna Strömberg von der Universität Linköping bewerteten in ihrer Studie mit Vorher-Nachher-Design die Inanspruchnahme der stationären Versorgung und die medikamentöse Behandlung aufgrund von HF jährlich zwischen 2010 und 2017. Dazu verglichen sie Daten von 2011–2017 nach der Einführung von HF-Kliniken in der Primärversorgung in einem schwedischen Bezirk mit den vor der Einführung im Jahr 2010 gesammelten Ausgangsdaten.

Dabei stellten sie fest, dass die Implementierung von HF-Kliniken in der Primärversorgung die Anzahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von HF signifikant um 27% (p<0,001), die Krankenhaustage aufgrund von HF um 27,3% (p<0,001) und die Vorstellungen in der Notaufnahme wegen HF um 24% (p<0,001) reduzierte. Darüber hinaus wurden die Patienten in höherem Ausmaß medikamentös gemäß den Leitlinien behandelt. Auch waren sie mit der Behandlung, die sie in der HF-Klinik im Rahmen der Primärversorgung erhalten hatten, zufrieden.

Fazit
„Von Krankenschwestern geführte HF-Kliniken in der Primärversorgung scheinen den Bedarf an stationärer Pflege zu reduzieren und bieten eine qualitativ hochwertige, personenzentrierte Betreuung“, bilanzieren die Autorinnen. (sf)

Autoren: Liljeroos M, Strömberg A
Korrespondenz: [email protected]
Studie: Introducing nurse-led heart failure clinics in Swedish primary care settings
Quelle: Eur J Heart Fail 2019;21(1):103–109.
Web: https://doi.org/10.1002/ejhf.1329