Wandern mit dem Hund und Almsicherheit25. Juli 2024 (Symbolbild) Foto: © Kzenon – stock.adobe.com Ist man mit dem Vierbeiner auf Wanderausflug, ist eine gute Planung das A und O. Die Tipps fürs Tier der Vetmeduni zeigen, nach welchen Gesichtspunkten Wanderwege für den Hund am besten gewählt werden sollten und informieren über Almsicherheit. Neben der Auswahl der passenden Wanderroute(n) sollten Hundehalter auf eine angemessene Ausrüstung für das Tier sowie auf einen ausreichenden Wasservorrat achten. Muss während der Wanderung eine Weide überquert werden, gilt es, wichtige Verhaltensregeln zu befolgen. Dabei gilt es, bestimmte Spielregeln zu beachten: Nicht alle Wege sind für Hunde offen. Es empfiehlt sich, auf ausgewiesenen Wegen zu bleiben. Auch ein Fitness-Check ist ratsam: Manche Hunde sind körperlich nicht für anstrengende Wanderungen geeignet. Selbst wenn sie normalerweise treue Partner beim Radfahren oder Joggen im Wald sind – die Überwindung von Höhenmetern und direktes Sonnenlicht beanspruchen Hunde auf andere Art und Weise. Deshalb sollte man mit einem leichten Wanderweg beginnen und sich langsam vortasten. Auf jeden Fall sollte man beim Wandern mit dem Vierebeiner die Augen offenhalten! Giftige Pflanzen und Tiere oder spitze Felsen könnten Hunde verletzen. Zudem sollte man ausreichend Wasser mitnehmen. Hunde verlieren durch Hecheln (Verdunstung) eine beträchtliche Menge Flüssigkeit. Faustregel: Mindestens 1-2 Liter Wasser für den Hund mitnehmen, an heißen Tagen mehr. Es kann auch auf natürliche Wasserressourcen wie zum Beispiel Bäche zurückgegriffen werden. Das Wasser sollte dem Hund mindestens alle 30 Minuten angeboten werden. Wetter berücksichtigen Ratsam ist es, die Wanderung in der Früh beginnen, um die größte Hitze des Tages zu vermeiden. Lieber einen bewölkten Tag wählen, statt bei starker Hitze und direktem Sonnenschein losmarschieren. Unbedingt gilt es, angemessene Ausrüstung einzupacken. Hunde sollten an der Leine geführt werden, um die Sicherheit von Wildtieren und Hunden zu gewährleisten. Je nach Gelände lassen sich auch Hundeschuhe zum Schutz der Pfoten verwenden. Regelmäßig sollte der Besitzer die Pfoten des Hundes überprüfen. Vor einer Wanderung sollte man sich informieren, ob dabei eine Weide überquert werden muss. Ist dies der Fall, sind folgende Punkte zu beachten: Ruhig verhalten, zum Beispiel nicht schreien (keine Muh-Laute nachmachen) oder rennen, flatternde Kleidungsstücke vermeiden. Rinder immer im Blick behalten, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen – ihnen dabei aber nicht in die Augen starren. Hunde konsequent an der Leine führen – auch sie dürfen nicht aufgeregt herumlaufen, bellen oder sich den Kühen oder Kälbern nähern. Drohgesten von Weidetieren beachten Ein schnelles Ableinen muss möglich sein. Allerdings nur bei Gefahr. Wenn sich beispielsweise ein Angriff durch ein Rind anbahnt. Hunde sind oft der Auslöser für die Aggressionen bei Weidetieren und können sich im Normalfall (je nach Kondition/ Alter des Hundes) selbst leicht in Sicherheit bringen. In der Zwischenzeit können die Hundehalter sich selbst aus der Gefahrenzone bewegen. Zunächst aber gilt es, die Gefahren zu erkennen. In der Regel sind Rinder friedliche Tiere. Angriffe von Weidetieren sind dann zu befürchten, wenn die Tiere eine Bedrohung im Menschen oder im begleitenden Hund sehen und Drohgesten, die einem Angriff vorausgehen, übersehen oder missachtet werden. Drohgesten müssen ernst genommen werden! Dazu gehört: Senken des Kopfes mit Präsentieren der Stirn, eventuell mit weit aufgerissenen Augen, gegebenenfalls kombiniert mit Präsentieren der Seite durch Querstellen auf dem Weg oder Scharren am Boden. Bei geringerer Distanz auch schnelle Bewegung des Kopfes mit der Stirn Richtung Menschen („Kopfschlagen“). Zeigen die Tiere Drohgesten, sollte man sich ihnen keinesfalls weiter nähern, sondern mit ruhigen Bewegungen den Abstand vergrößern. Dabei die Tiere im Blick behalten, aber nicht in die Augen starren.
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