Was Hormone gegen Falten und graue Haare ausrichten könnten6. März 2025 © chrupka – stock.adobe.com (Symbolbild) Hormone könnten genutzt werden, um Alterserscheinungen wie Falten und grauen Haaren vorzubeugen, so eine neue Studie, die im Fachjournal „endocrine reviews“ veröffentlicht wurde. Bisher wurden in der klinischen Praxis nur eine begrenzte Anzahl von Hormonen als Anti-Aging-Wirkstoffe eingesetzt, hauptsächlich topische Retinoide und Östrogen, das normalerweise zur Behandlung von Nebenwirkungen der Menopause verwendet wird. Die aktuelle Studie untersuchte nun eine neue Klasse von Hormonen und ihre Anti-Aging-Eigenschaften. Die Arbeit beleuchte wichtige Hormone, die Prozesse der Hautalterung steuern, wie etwa den Abbau von Bindegewebe, der zur Faltenbildung beiträgt, das Überleben von Stammzellen und den Verlust von Pigmenten, der zu grauen Haaren führe, so der Hauptautor Prof. Markus Böhm von der Universität Münster. Einige der untersuchten Hormone haben laut Böhm Anti-Aging-Eigenschaften und könnten in Zukunft als Mittel zur Vorbeugung der Hautalterung eingesetzt werden. Die Haut sei nicht nur ein Ziel für verschiedene Hormone, die die Prozesse der Hautalterung steuern, sondern sie sei neben den klassischen endokrinen Drüsen sicherlich der größte und reichhaltigste Ort für die Hormonproduktion, so Böhm. Um den Zusammenhang zwischen Hormonen und Hautalterung besser zu verstehen, untersuchten die Forschenden die entscheidenden Hormone, die die Hautalterung steuern, darunter den Insulin-like growth factor 1, das Wachstumshormon, Östrogene, Retinoide und Melatonin. Melatonin ist als potenzielle Substanz gegen Hautalterung besonders interessant. Es ist ein kleines Molekül, kostengünstig, gut verträglich und ein direktes und indirektes Antioxidans sowie ein Regulator des mitochondrialen Stoffwechsels. Einige der untersuchten Hormone haben darüber hinaus unerwartete biologische Auswirkungen auf die Hautfunktion und die Haaralterung. Die Arbeitsgruppe untersuchte auch die Potenziale weiterer endokriner Akteure, darunter das α-Melanozyten-stimulierende Hormon (verantwortlich für die Hautpigmentierung), Substanzen der Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen-Achse, Oxytocin, Endocannabinoide und Peroxisomen-Proliferator-aktivierte Rezeptormodulatoren und fanden heraus, dass sie sehr vielversprechende Wirkungen haben, zum Beispiel auf UV-induzierten genotoxischen Stress, der entscheidend an der Entwicklung der Lichtalterung und Pigmentsynthese in Haut und Haar beteiligt ist.
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