Wechsel an der Spitze der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg20. November 2024 Tobias Renkawitz (Bild: Universitätsklinikum Heidelberg) Prof. Tobias Renkawitz, bisher Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, ist zum 11. November 2024 an die Universität Regensburg gewechselt. Die Klinikleitung übernimmt kommissarisch sein Stellvertreter Privatdozent Dr. Tilman Walker. Seit 2020 leitete Renkawitz die Klinik für Orthopädie des Universitätsklinikums Heidelberg in Schlierbach, nun ist er in seine Heimat Regensburg zurückgekehrt. Als Spezialist für gelenkerhaltende und gelenkersetzende Therapieverfahren an Knie und Hüfte entwickelte er muskelschonende, minimalinvasive Operationsmethoden und verbesserte so die Patientenversorgung maßgeblich. In Heidelberg führte Renkawitz seine Forschungen an der Schnittstelle zwischen Biomechanik und Biomaterialien weiter. So könnten Implantatoberflächen mit Bioglas zukünftig die Anhaftung von Bakterien und damit das Infektionsrisiko verringern, während sie gleichzeitig besser in den Knochen einwachsen, berichtete die Universitätsklinik Heidelberg. „Wir danken Professor Renkawitz, dass er als einer der führenden Innovatoren auf dem Gebiet der modernen Endoprothetik bei Hüft- und Kniearthrose seine Expertise an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg eingebracht hat. Mit Engagement und Leidenschaft hat er national und international neue Standards beim Gelenkersatz gesetzt und diese fortschrittlichen Verfahren hier in Heidelberg stetig weiterentwickelt“, würdigte Prof. Jürgen Debus, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), die Arbeit des Orthopäden. „Der Vorstand des UKHD wünscht Professor Renkawitz weiterhin viel Erfolg an seiner neuen – und gleichzeitig alten – Wirkungsstätte.“ Die Aufgaben als Ärztlicher Direktor übernimmt kommissarisch Privatdozent Dr. Tilman Walker, bisher ständiger Stellvertreter des Ärztlichen Direktors und Leitender Oberarzt der Orthopädischen Klinik. Walker studierte Medizin an der Universität Heidelberg und ist seitdem in verschiedenen Positionen an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg tätig. „Dr. Tilman Walker und sein eingespieltes Team sorgen dafür, dass die Patientinnen und Patienten in bewährter Weise individuell auf höchstem medizinischem Niveau versorgt werden. Dafür danken wir sehr“, so Debus. „Ein einzigartiges Umfeld zum Arbeiten und Forschen“ „Der Abschied von Heidelberg fällt mir sehr schwer, da die vergangenen vier Jahre sehr erfolgreich waren und ich mit einem großartigen Team zusammenarbeiten durfte. Der Standort in Schlierbach bietet ein einzigartiges Umfeld zum Arbeiten und Forschen“, sagte Renkawitz. Auf seine Zeit in Heidelberg blicke er daher „sehr dankbar und mit großer Zufriedenheit“ zurück. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen etablierte er innovative orthopädische Operationsverfahren wie den individuell angepassten 3-D-Beckenteilersatz bei komplexen Eingriffen zum Austausch von Hüftprothesen mit großen Knochendefekten und führte die neueste Robotik-Generation in der Knie-Endoprothetik ein. Auch in der Forschung waren er und sein Team sehr aktiv, sodass die Klinik heute zu den forschungsstärksten orthopädischen Einrichtungen in Deutschland zählt. Darüber hinaus erzielte die Orthopädische Universitätsklinik 2023 das beste Wirtschaftsergebnis seit ihrer Integration in das UKHD – „eine großartige Teamleistung“, so Renkawitz. Renkawitz studierte Humanmedizin in Regensburg, der Schweiz und den USA. Forschungsaufenthalte führten ihn außerdem nach England, in die USA, nach Kanada und Skandinavien. Für seine Forschungsarbeiten erhielt er zahlreiche hochrangige Preise und Stipendien, darunter 2014 den „Medizin-Oskar“ der Berliner Stiftung Oskar-Helene-Heim und 2016 den Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik und der Stiftung Endoprothetik. Für sein vielfältiges ehrenamtliches humanitäres Engagement wurde er 2018 zudem mit dem Siegel „Dr. Pro Bono“ der Stiftung Gesundheit ausgezeichnet. Seit dem 11. November 2024 ist Prof. Renkawitz Ordinarius für Orthopädie der Universität Regensburg und Ärztlicher Direktor am Asklepios Klinikum Bad Abbach. Dort war er bereits vor seinem Ruf nach Heidelberg stellvertretender Klinikdirektor.
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