Wechselbad der Gefühle: Psychotherapiestudie will bipolar Erkrankten helfen

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Das Universitätsklinikum Frankfurt untersucht im Rahmen einer Studie einen neuartigen Therapieansatz für Patienten mit einer bipolaren Störung. Für die Studie werden Teilnehmer zwischen 18 und 55 Jahren gesucht.

In Deutschland sind rund zwei Millionen Menschen an einer bipolaren Störung erkrankt. Rund die Hälfte der Betroffenen leidet darüber hinaus an weiteren psychiatrischen Beschwerden, insbesondere Angst- und Suchterkrankungen. Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Frankfurt untersucht im Rahmen einer Studie nun eine neue Therapieform, welche die wesentlichen Elemente einer bipolar-spezifischen Psychotherapie beinhaltet.

Bei dem neuen Therapieansatz handelt es sich um eine in dieser Form noch nicht ausreichend untersuchte Therapieform, die gezielt auf Verhalten, Informationsverarbeitung, Denkprozesse und Emotionsregulation von Patienten mit einer bipolaren Störung zugeschnitten ist. In insgesamt vier mehrstündigen Workshops werden im Gruppensetting unter Anleitung von zwei Therapeuten bestimmte Fertigkeiten erlernt und vertieft. Diese Form der Therapie wird im Rahmen der Studie mit einer unterstützenden, informierenden, weniger stark strukturierten Psychotherapieform verglichen. Beide Therapieansätze (strukturiert und unstrukturiert) bieten Betroffenen darüber hinaus die Möglichkeit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

Ablauf der Studie

Interessierte Patienten mit einer bipolaren Störung nehmen zunächst an einer umfangreichen Eingangsuntersuchung teil, um festzustellen, ob das Angebot grundsätzlich für den jeweiligen Patienten geeignet ist. Diese Untersuchungen umfassen verschiedene Interviews sowie Fragebögen. Anschließend werden die Teilnehmer per Zufall einer der beiden Therapieformen zugewiesen. Nach Behandlungsende (etwa nach fünf bis sechs Monaten), nach zwölf Monaten und nach 18 Monaten werden die Studienteilnehmer zur Beurteilung der Wirksamkeit der Behandlungen untersucht. Diese Nachuntersuchungstermine dauern jeweils zwei bis drei Stunden.

Interessenten können sich jeden Mittwoch von 10:30 bis 11:30 Uhr telefonisch bei Gina Kadel oder Nadya Boudlal unter 069-6301-80345 oder per E-Mail an [email protected] informieren und anmelden.