Wechseljahrsbeschwerden: Zusammenhang mit späteren neuropsychiatrischen Problemen beobachtet27. März 2025 Foto: © Feng-Yu/stock.adobe.com Eine Studie der University of Calgary, Kanada, mit fast 900 postmenopausalen Frauen fand einen Zusammenhang zwischen der perimenopausalen Symptombelastung und späteren kognitiven Funktionen und Verhaltensstörungen. Für die neue Studie nutzten die Forscher Daten der laufenden Studie „Canadian Platform for Research Online to Investigate Health, Quality of Life, Cognition, Behaviour, Function, and Caregiving in Aging“ (CAN-PROTECT). Sie berücksichtigten Daten von 896 Teilnehmerinnen, die demografische, kognitive und verhaltensbezogene Untersuchungen absolvierten und angaben, sich in der Postmenopause zu befinden. Die Teilnehmerinnen waren durchschnittlich 64,2 Jahre alt, das Durchschnittsalter bei Beginn der Menopause 49,4 Jahre. Die Belastung durch die Wechseljahrsbeschwerden wurde durch Summierung der Gesamtzahl der erinnerten perimenopausalen Symptome ermittelt. Dazu gehörten unregelmäßige Perioden, Hitzewallungen, Schüttelfrost, vaginale Trockenheit, Gewichtszunahme, verlangsamter Stoffwechsel, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Unaufmerksamkeit oder Vergesslichkeit und weitere nicht näher benannte Symptome. Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Journal PLOS One“ veröffentlicht. Rund 900 Teilnehmerinnen untersucht Die Studie ergab, dass Frauen, die mehr perimenopausale Symptome berichteten, stärkere kognitive Beeinträchtigungen mit höheren ECog-II-Gesamtwerten aufwiesen (b [95%-Konfidenzintervall (KI)] = 5,37 [2,85, 7,97]). Sie zeigten in der Lebensmitte bis ins hohe Alter auch mehr leichte Verhaltensstörungen mit höheren MBI-C-Gesamtwerten (b [95%-KI] = 6,09 [2,50, 9,80]). Eine Hormontherapie hatte keinen signifikanten Zusammenhang mit kognitiven Funktionen, war aber mit weniger Verhaltenssymptomen verbunden. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine höhere Belastung durch Wechseljahrsbeschwerden auf eine Anfälligkeit für kognitive und Verhaltensänderungen im späteren Leben hinweisen kann. Langsschnitt-Studie empfohlen Die Studie unterstreicht damit laut den Forschern den Bedarf an weiteren Untersuchungen, um diese Ergebnisse anhand eines größeren Datensatzes zu bestätigen, idealerweise mit einem Längsschnittdesign, um die Kausalität bestimmen zu können. Eine weitere Trennung der Teilnehmerinnen zur Berücksichtigung von Störfaktoren, wie dem Alter bei Beginn der Wechseljahre oder chirurgischen Eingriffen in den Wechseljahren, wäre ebenfalls für zukünftige Studien von Vorteil. Die Autoren fügen abschließend hinzu: „Eine höhere Belastung durch Wechseljahrsbeschwerden kann mit einem stärkeren kognitiven und Verhaltensabbau im späteren Leben verbunden sein, beides Risikomarker für Demenz. Eine östrogenbasierte Hormontherapie kann zur Linderung klinischer Symptome, insbesondere von Verhaltenssymptomen, beitragen.“
Mehr erfahren zu: "Stuhltransplantate von älteren Mäusen verbessern Ovarfunktion und Fruchtbarkeit jüngerer Mäuse" Stuhltransplantate von älteren Mäusen verbessern Ovarfunktion und Fruchtbarkeit jüngerer Mäuse Eine neue Studie zeigt, dass Stuhltransplantate von älteren weiblichen Mäusen die Ovarfunktion und Fruchtbarkeit junger Mäuse deutlich verbessern. Die Ergebnisse weisen auf eine direkte Verbindung zwischen dem Mikrobiom und der […]
Mehr erfahren zu: "Risikofaktoren für Malignität bei Endometriumpolypen" Risikofaktoren für Malignität bei Endometriumpolypen Endometriumpolypen sind meist harmlos, doch bei älteren Frauen steigt das Risiko für Krebs. Entscheidend für die Beurteilung ist das Alter und der Zustand des umliegenden Endometriums – Größe und Wiederauftreten […]
Mehr erfahren zu: "Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden" Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden Fraktionen und Regierung stehen in Schleswig-Holstein geschlossen hinter dem Universitätsklinikum: Viel Geld fließt in Forschung, Versorgung und Modernisierung. Doch die Entscheidung bringt auch neue Schulden für das Land.