Weitere Patienten aus der Schweiz in Deutschland eingetroffen5. Januar 2026 Symbolbild: mezzotint – stock.adobe.com Deutschland nimmt schwerverletzte Patienten nach der Brandkatastrophe in der Schweiz auf. Die Verteilung erfolge nach dem Kleeblattmechanismus, den Bund und Länder während der Corona-Pandemie entwickelt haben, teilt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit. Laut BKK wurden am 5. Januar insgesamt elf Patientinnen und Patienten nach Deutschland übernommen und einer spezialisierten Behandlung zugeführt. Der Transport sei per Flugzeug und Hubschrauber erfolgt. Im Rahmen bilateraler Vereinbarungen seien drei Personen nach Baden-Württemberg, eine Person nach Rheinland-Pfalz übernommen worden. Sieben weitere Personen wurden über das EU-Katastrophenschutzverfahren (UCPM) nach Deutschland verlegt. Die Verteilung der Patienten auf Krankenhäuser in den fünf Kleeblättern erfolge dabei gemeinsam mit den Kleeblattpartnern, heißt es weiter. Eine Person wurde nach Bayern (Kleeblatt Süd), eine Person nach Rheinland-Pfalz (Kleeblatt Südwest) zwei Personen nach Nordrhein-Westfalen (Kleeblatt West), eine Person nach Niedersachsen (Kleeblatt Nord) und jeweils eine Person nach Sachsen-Anhalt und Berlin (beide Kleeblatt Ost) verlegt. Die Schweiz habe zudem mitgeteilt, dass heute keine weiteren Transport- oder Behandlungskapazitäten benötigt würden. Europäische Unterstützung über den EU-Katastrophenschutzmechanismus Nach Angaben des BBK wurden über das UCPM seit der Brandkatastrophe in der Schweiz bisher insgesamt 35 Patientinnen und Patienten nach Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien in spezialisierte Kliniken für Verbrennungsopfer transportiert. Die Transporte wurden dabei durch Frankreich, Italien, Luxemburg, Rumänien und die Schweiz durchgeführt. Unterstützt wurde die Schweiz vor Ort durch spezialisierte Teams zur Behandlung von Verbrennungsopfern aus Frankreich und Italien. Dies zeige die Leistungsfähigkeit und die gelebte Solidarität der europäischen Gemeinschaft, die mithilfe des UCPM zielgerichtet eingesetzt werden könne. Um die Privatsphäre der Beteiligten zu respektieren, werde man im Folgenden keine weiteren persönlichen Informationen zu den Patienten veröffentlichen. Kleeblatttransporte entlasten Krankenhäuser Der Kleeblattmechanismus wurde während der Corona-Pandemie von Bund und Ländern gemeinsam entwickelt, um bei außergewöhnlichen Lagen eine koordinierte, länderübergreifende Verteilung von Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Das BBK erläutert: Partner im Kleeblattmechanismus sind Vertreter der Länder, des Arbeitskreises für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz (kurz: AK V), des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesministeriums des Innern, des Bundesministeriums der Verteidigung, des BBK, des Robert-Koch-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden. hr/BIERMANN
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