Weiterhin steigende Fallzahlen beim Malignen Melanom6. Juli 2022 © zinkevych – stock.adobe.com (Symbolbild) Obwohl viele Fälle des kutanen Melanoms vermeidbar sind, stellt diese Krebsform nach wie vor größte Herausforderungen an die medizinische Versorgung. Das Verständnis des Ausmaßes und des Profils der Krankheit sei von entscheidender Bedeutung für die Konzentration und Verstärkung der globalen Präventionsbemühungen, so die Autoren vorliegender Studie in ihrer Einleitung. Ziel der Arbeit war die Untersuchung der globalen Muster des kutanen Melanoms im Jahr 2020 sowie die Erstellung von Schätzungen der bis 2040 auftretenden Fälle und Todesfälle. Für diese populationsbasierte Studie und die globale epidemiologische Bewertung der neuen Fälle und Todesfälle durch das invasive Melanom wurde die GLOBOCAN 2020-Datenbank verwendet. Die wichtigsten Ergebnisse zu altersstandardisierten Inzidenz- und Mortalitätsraten wurden pro 100.000 Personenjahre nach Land, globaler Region und einem vierstufigem Entwicklungsstand berechnet. Für das Jahr 2020 wurde eine weltweite Gesamtzahl von 325.000 neuen Melanomfällen (174.000 Männer, 151.000 Frauen) und 57.000 Todesfällen (32.000 Männer, 25.000 Frauen) geschätzt. Zwischen den Ländern und Regionen gab es große geografische Unterschiede, wobei die höchsten Inzidenzraten bei Männern (42 pro 100.000 Personenjahre) und Frauen (31 pro 100.000 Personenjahre) in Australien/Neuseeland beobachtet wurden, gefolgt von Westeuropa (19 pro 100.000 Personenjahre für Männer und Frauen), Nordamerika (18 pro 100.000 Personenjahre für Männer, 14 pro 100.000 Personenjahre für Frauen) und Nordeuropa (17 pro 100.000 Personenjahre für Männer, 18 pro 100.000 Personenjahre für Frauen). In den meisten afrikanischen und asiatischen Ländern ist das Melanom nach wie vor selten, die Inzidenzraten liegen in der Regel unter 1 pro 100.000 Personenjahren. Die Sterblichkeitsrate erreichte in Neuseeland einen Spitzenwert von 5 pro 100.000 Personenjahre. In den meisten Regionen der Welt trat das Melanom bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Wenn sich die für 2020 berechneten Raten fortsetzen, wird sich die Belastung durch das Melanom bis 2040 schätzungsweise auf 510.000 neue Fälle (Anstieg um etwa 50 %) und 96.000 Todesfälle (Anstieg um 68 %) erhöhen. Fazit Laut Studienautoren zeigt die epidemiologische Bewertung, dass das Melanom nach wie vor eine große Herausforderung für die Krebsbekämpfung und die öffentliche Gesundheit weltweit darstellt, insbesondere bei hellhäutigen Bevölkerungsgruppen europäischer Abstammung. (am) Autor: Arnold M et al. Korrespondenz: Melina Arnold, Cancer Surveillance Branch, International Agency for Research on Cancer, Lyon, Frankreich Studie: Global Burden of Cutaneous Melanoma in 2020 and Projections to 2040 Quelle: JAMA Dermatol. 2022;158(5):495–503. Web: https://doi.org/10.1001/jamadermatol.2022.0160