Welt-Hypertonie-Tag 201818. Mai 2018 Prof. Dr. med. Dieter Bach, KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantationen e.V. © Uwe Nölke Am 17. Mai war Welt-Hypertonie-Tag. Das bundesweite Motto lautet: Blutdruckmessen, aber richtig – denn, wer seine Werte kennt, kann einem Bluthochdruck vorbeugen bzw. diesen gut behandeln lassen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland Bluthochdruck, das heißt, fast jeder dritte Erwachsene ist von dieser Erkrankung betroffen. Viele wissen jedoch nichts davon, da oftmals weder Schmerzen noch andere auffällige Symptome auftreten. Ein nicht erkannter oder nicht ausreichend behandelter Bluthochdruck schädigt neben dem Herz-Kreislauf-System auch die Nieren. „Bluthochdruck ist eine stille Gefahr und eine der häufigsten Ursachen für chronische Nierenerkrankungen“, weiß Prof. Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., Neu-Isenburg. Aus diesem Grund sei es ein wichtiges Anliegen des KfH, anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages auf die Bedeutung der rechtzeitigen und konsequenten Bluthochdrucktherapie hinzuweisen. Für die Diagnostik und Behandlung eines Bluthochdrucks ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Falls aber die Blutdruckwerte trotz einer geeigneten Therapie zu hoch bleiben oder extreme Schwankungen auftreten, wird ein Hochdruckspezialist hinzugezogen. Auch die Nierenwerte sollten dann regelmäßig überprüft werden. „In der Nephrologie, also der Nierenheilkunde, spielt der Bluthochdruck eine besondere Rolle: Zum einen steigert dauerhaft hoher Blutdruck das Risiko für die Ausbildung und auch das Voranschreiten einer chronischen Nierenerkrankung, zum anderen können durch eine Nierenerkrankung die Regulationsmechanismen für den Blutdruck gestört werden, so dass dies zu Bluthochdruck führt“, erklärt Bach. Das heißt, Bluthochdruck kann somit sowohl Auslöser als auch Folge einer Nierenerkrankung sein. Aus diesem Grund hätten, so Bach, viele Ärzte in den KfH-Zentren auch bei der Deutschen Hochdruckliga eine Zusatzqualifikation zum Hochdruckexperten (Hypertensiologen DHL®) absolviert.
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