Welttag des Albinismus: CBM fordert Aufklärung und Chancengleichheit

Bei Albinismus können die Augen blass blaugrau oder auch rosa sein; die Haut und die Haare sind krankheitstypisch weiß. Foto: © alfa27 – stock.adobe.com

In Afrika sind sie die weißen Außenseiter: Menschen mit Albinismus. Ihnen fehlt der Farbstoff Melanin, der Haaren, Haut und Augen ihre Farbe verleiht und sie vor der Sonne schützt. Diese angeborene Störung der Hautpigmentierung kann bei Personen aller Ethnien auf der ganzen Welt auftreten. Der Welttag des Albinismus ist der 13. Juni.

Die Folgen der Erkrankung sind vielfältig. Eine Sehschwäche ist besonders häufig. Hinzu kommen Sonnenempfindlichkeit und ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs. Doch damit nicht genug, so berichtet die Christoffel Blindenmission (CBM) aus ihrer Projektarbeit: “In vielen afrikanischen Ländern leben Menschen mit Albinismus durch ihr anderes Aussehen in permanenter Gefahr. Immer wieder werden Menschen mit Albinismus Opfer von tödlichen Hetzjagden. Grund dafür ist der weit verbreitete Aberglaube, dass ihre Körperteile Glück oder Reichtum bringen.”

Zum Welttag des Albinismus am 13. Juni fordert die CBM für die Betroffenen in Afrika besondere Unterstützung. „In unseren Projekten setzen wir neben medizinischer Hilfe vor allem auf breite Aufklärung“, sagt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. „Denn viele der Betroffenen plagt die Ausgrenzung, die sie erfahren, fast noch mehr als die körperlichen Beschwerden. Wir wollen, dass sie dazugehören und die gleichen Chancen haben wie alle anderen.“

Mitarbeiter des CBM-Projektpartners SEEPD in Kamerun klären bei Außeneinsätzen in Dörfern über die Erkrankung auf, denn es gibt Hilfsmittel, die Menschen mit Albinismus ein besseres Sehvermögen ermöglichen: eine Lupe zum Lesen, ein Fernglas, um etwa in der Schule Buchstaben an der Tafel zu erkennen, oder eine Brille mit UV-Schutz, um sich draußen im Freien besser zurechtfinden zu können.