Welttag des Sehens: Blindheit stärker bekämpfen – weltweites Armutsrisiko senken5. Oktober 2018 Der 11. Oktober ist der Welttag des Sehens. Bild: © xtock – Fotolia.com Blindheit und Armut hängen in Entwicklungsländern eng zusammen: Wer arm ist, kann sich häufig eine medizinisch notwendige Augenbehandlung nicht leisten und erblindet damit viel wahrscheinlicher an der Erkrankung. Und wer blind ist, findet oft keine bezahlte Arbeitsstelle, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine Sehbehinderung bedeutet in Entwicklungsländern, meist auch arm zu sein, und Armut wiederum fehlenden Zugang zur medizinischen Versorgung – ein Teufelskreis droht. Darauf weisen die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) zum Welttag des Sehens am 11. Oktober hin. Um das zu ändern, helfen die beiden Organisationen Menschen in betroffenen Ländern und Regionen, der Armutsfalle zu entkommen. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf die wirtschaftlich schwachen Regionen der Welt. Weltweit sind nach Angaben der Organisationen 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen Menschen sehbehindert, obwohl mehr als 75 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen vermieden oder geheilt werden könnten. Grauer Star ist in Entwicklungsländern die häufigste Blindheitsursache. Bundesweite Aktionswoche im Oktober “Mit anderen Augen – weltweit Armut verhindern” heißt auch das Motto, unter dem das DKVB und die CBM in der Woche des Sehens aktiv sind. Gemeinsam informieren sie über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen weltweit. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten. Außerdem beteiligen sie sich an der Kampagne “VISION 2020” unter Federführung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die ebenfalls zum Ziel hat, vermeidbare Blindheit und Sehbehinderung zu überwinden. Getragen wird die Woche des Sehens neben der CBM und dem DKVB vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der Pro Retina Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, Zeiss und der Vanda Pharmaceuticals Germany GmbH. Mehr unter www.woche-des-sehens.de. Quelle: Woche des Sehens
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