Weltwassertag: CBM unterstützt „Anti-Trachom-Clubs“ für mehr Hygiene in wasserarmen Regionen22. März 2019 Der Erreger Chlamydia trachomatis. Bild: © fotoliaxrender – Fotolia.de Am 22. März ist Weltwassertag. Aus diesem Anlass weist die Christoffel-Blindenmission (CBM) darauf hin, wie wichtig Hygiene zur Vorbeugung von Krankheiten ist, etwa der hochansteckenden Augenkrankheit Trachom. Die CBM unterstützt beispielsweise in Äthiopien sogenannte Hygiene-Clubs, in denen Schüler ihre Mitschüler über Trachom aufklären, für sauberes Wasser, Seife und eine saubere Schultoilette sorgen. Diese Schüler-Projekte sollen dazu beitragen, die hoch ansteckende Augenkrankheit Trachom durch rechtzeitige Vorbeugung auszurotten. Die bakterielle Infektion wird über den direkten Kontakt mit den Schleimhäuten oder durch Fliegen übertragen und kann unbehandelt zu Blindheit führen. In den „Anti-Trachom-Clubs“ lernen die Schüler daher, wie wichtig es ist, sich regelmäßig das Gesicht zu waschen, damit sich die Fliegen nicht darauf niederlassen. Zu ihren Aufgaben gehört auch, regelmäßig die Schultoiletten zu reinigen. So werden die Fliegen erst gar nicht angelockt und das Infektionsrisiko verringert sich. In der äthiopischen Provinz Amhara ist Trachom nach Angaben der CBM so stark verbreitet wie kaum irgendwo auf der Welt. Mehr als 62 Prozent der Bevölkerung seien dort betroffen. Erkrankte gelte es rechtzeitig mit Antibiotika zu behandeln und im Fall bereits vernarbter Augenlider mit Lidoperationen chirurgisch zu therapieren. Wissen in die Familien und Dörfer tragen Wo Wasser knapp ist, verwenden die Menschen das kostbare Nass in erster Linie zum Trinken und Kochen. Regelmäßiges Waschen wird oft vernachlässigt. Anlässlich des Weltwassertags am 22. März fordert die CBM daher sauberes Wasser für alle. „Vor allem in Entwicklungsländern ist die Versorgungslage schlecht“, sagt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. „Sauberes Wasser muss für alle erreichbar und barrierefrei zugänglich sein“, so Brockhaus. „Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Menschen ihr Hygieneverhalten verbessern, um vermeidbare Behinderungen zu verhindern. Deshalb ist die Aufklärungsarbeit in den Schulen so wichtig“, fügt er hinzu. Die CBM unterstütze alleine in Äthiopien 204 Schulclubs. Den Schülern komme dabei auch eine wichtige Vermittlerrolle zu, denn sie trügen ihr Wissen in ihre Familien und ihre Dörfer. So schärften sie das Bewusstsein der Gemeinschaft für Hygiene – und seien damit der Motor eines nachhaltigen Wandels. Weitere Informationen: https://www.cbm.de/informieren/vermeidbare-behinderungen/sehbehinderungen/trachom.html Quelle: Christoffel-Blindenmission (CBM)
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