Weltweite Prävalenz der obstruktiven Schlafapnoe untersucht

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In der nach dem Kenntnisstand der Autoren ersten Studie, in der über die weltweite Prävalenz der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) berichtet wird, haben die Wissenschaftler festgestellt, dass fast eine Milliarde Menschen betroffen sind.

Es seien wirksame Diagnose- und Behandlungsstrategien erforderlich, um die negativen Auswirkungen der OSA auf die Gesundheit zu minimieren und die Kosteneffizienz zu maximieren, unterstreicht die internationale Arbeitsgruppe.

Der Analyse zugrunde gelegt wurden die OSA-Diagnosekriterien der American Academy of Sleep Medicine aus dem Jahr 2012 bei Personen im Alter von 30–69 Jahren. Diese Altersgruppe wurde gewählt, weil für sie im Allgemeinen in den veröffentlichten Studien Daten verfügbar sind, erläutern die Wissenschaftler.

Aus 17 Studien lagen für 16 Länder zuverlässige Prävalenzdaten für die OSA vor. Unter Verwendung der AHI-Schwellenwerte von 5 oder mehr Ereignissen/h und 15 oder mehr Ereignissen/h schätzten die Autoren der aktuellen Arbeit, dass weltweit 936 Mio. (95%-Konfidenzintervall [KI] 903–970) Erwachsene im Alter von 30–69 Jahren (Männer und Frauen) an einer leichten bis schweren und 425 Mio. (95%-KI 399–450) Erwachsene in derselben Altersgruppe an einer mittelschweren bis schweren OSA leiden.

In China war die Zahl der Betroffenen am höchsten, gefolgt von den USA, Brasilien und Indien.

Fazit
Bei fast 1 Milliarde Betroffenen und einer Prävalenz von mehr als 50% in einigen Ländern sind wirksame Diagnose- und Behandlungsstrategien erforderlich, um die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu minimieren und die Kosteneffizienz zu maximieren. (ac)

Autoren: Benjafield AV et al.
Korrespondenz: Prof. Atul Malhotra; [email protected]
Studie: Estimation of the global prevalence and burden of obstructive sleep apnoea: a literature-based analysis
Quelle: Lancet Respir Med 2019;7(8):687–698.
Web: https://doi.org/10.1016/S2213-2600(19)30198-5