Weniger Stickstoffdioxid und Feinstaub, weniger Asthma

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Eine Untersuchung in Südkalifornien hat ergeben, dass die dortige Abnahme der Luftkonzentration von Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM2.5) in den Jahren 1993–2014 bei dort lebenden Kindern signifikant mit einer geringeren Asthmainzidenz verbunden war. Statistisch signifikante Assoziationen von Ozon oder PM10 mit der Asthma-Inzidenz konnten die Studienautoren nicht beobachten.

Die Wissenschaftler bezogen Kinder aus 3 Wellen der Southern California Children’s Health Study über einen Zeitraum mit abnehmender Luftverschmutzung in die Analyse ein. Jede Kohorte wurde von der 4. bis zur 12. Klasse (8 Jahre) zwischen 1993 und 2001 bzw. 1996 und 2004 sowie 2006 und 2014 beobachtet. Die letzte Nachuntersuchung im Zusammenhang mit dieser aktuellen Auswertung erfolgte im Juni 2014.

Insgesamt wurden 4140 Kinder ohne Asthma-Anamnese eingeschlossen, die zu Studienbeginn in einer von 9 der Kommunen lebten, die an der Children’s Health Study teilnahmen. Die Kinder waren zu Beginn der Untersuchungen im Mittel 9,5 Jahre alt (SD 0,6) und mit 52,6% waren etwas mehr als die Hälfte von ihnen Mädchen (n=2179). 58,6% waren weiß (n=2273) und 42,2% waren lateinamerikanischer Abstammung (n=1686). Es wurden 525 neu aufgetretene Asthmafälle dokumentiert.

Für Stickstoffdioxid betrug die Inzidenzrate (IRR) für Asthma 0,80 (95%-Konfidenzintervall [KI] 0,71–0,90) bei einer mittleren Verringerung von 4,3 Teilen pro Mrd. und einer absoluten Abnahme der Inzidenzrate von 0,83 Fällen pro 100 Personenjahre. Für PM2.5 betrug die IRR 0,81 (95%-KI 0,67–0,98) bei einer mittleren Reduktion von 8,1 μg/m3 und einer absoluten Abnahme der Inzidenzrate von 1,53 Fällen pro 100 Personenjahre.

Für Ozon lag die IRR für Asthma bei 0,85 (95%-KI 0,71–1,02) bei einer mittleren Verringerung von 8,9 Teilen pro Mrd. und einer absoluten Abnahme der Inzidenzrate von 0,78 Fällen pro 100 Personenjahre. Für PM10 betrug die IRR 0,93 (95%-KI 0,82–1,07) bei einer mittleren Verringerung von 4,0 μg/m3 und einer absoluten Abnahme der Inzidenzrate von 0,46 Fällen pro 100 Personenjahre.

Fazit
Bei Kindern in Südkalifornien war die Abnahme von Stickstoffdioxid und Feinstaub (PM2,5) in der Umgebung zwischen 1993 und 2014 signifikant mit einer geringeren Asthma-Inzidenz verbunden. Es gab keine statistisch signifikanten Assoziationen für Ozon oder PM10. (ac)

Autoren: Garcia E et al.
Korrespondenz: Erika Garcia; [email protected]
Studie: Association of Changes in Air Quality With Incident Asthma in Children in California, 1993-2014
Quelle: JAMA 2019;321(19):1906–1915.
Web: https://doi.org/10.1001/jama.2019.5357