Wenn Antibiotika & Co nicht mehr wirken20. Januar 2023 Foto: CrazyCloud/stock.adobe.com Eine aktuelle Publikation widmet sich der Antimikrobiellen Resistenz und gibt einen Überblick zu Hintergründen, dem aktuellen Stand und Ansätzen im Kampf gegen multiresistente Erreger. Antibiotika, sowie Medikamente zur Bekämpfung von Viren (Virostatika) und Pilzen (Antimykotika) zählen zu den bedeutendsten Errungenschaften der Medizin. Sie konnten so mancher einst bedrohlicher Krankheit den Schrecken nehmen und Millionen Leben retten. Diese Erfolgsgeschichte ist allerdings in Gefahr, denn es treten vermehrt Erreger auf, die sich resistent gegenüber den bekannten Wirkstoffen zeigen. Dem Phänomen der antimikrobiellen Resistenz (AMR) geht ein neues Paper von VDI Research auf den Grund. Bekannte und neue Herausforderungen Die Bedrohungslage durch Resistenzen gegen Antibiotika ist mittlerweile weitestgehend erkannt. Die Suche nach effizienten Gegenmaßnahmen gestaltet sich jedoch alles andere als einfach. Das Paper bietet einen Überblick über die Ursachen für die Entwicklung solcher gefährlichen Resistenzen. Diese reichen vom unsachgemäßen Gebrauch von Arzneimitteln über mangelnde Hygiene in Gesundheitseinrichtungen bis hin zum übermäßigen Gebrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung. Darüber hinaus gibt das Papier einen Einblick in verschiedene Ansätze und staatliche Bemühungen zur Bekämpfung resistenter Erreger. Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung neuer Antibiotika, teils unter Einsatz von Methoden der Bioinformatik, der präventive Einsatz von Hygienemaßnahmen sowie Viren, die Bakterien infizieren – sogenannte Bakteriophagen. Antibiotikaresistenzen stellen jedoch nur eine der zu bewältigenden Herausforderungen im Zusammenhang mit AMR dar – wenn auch eine große. Auch andere Mikroorganismen wie z. B. Pilze können Resistenzen ausbilden.
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