Wheezing bei Vorschulkindern in Europa: Risikofaktoren zum Teil modifizierbar9. Januar 2019 Grafik: © yanatamashova/Fotolia Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie ist die Prävalenz frühkindlichen Wheezings in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich. Als wichtige Risikofaktoren wurden in der Untersuchung an Säuglingen aus neun Ländern Infektionen der unteren Atemwege, Tagesbetreuungen, Passivrauchexposition nach der Geburt und männliches Geschlecht identifiziert. In der Vergangenheit seien noch keine bevölkerungsbasierten Vergleichsstudien für verschiedene Länder durchgeführt worden, erklären die Wissenschaftler um Seniorautor Prof. Graham Roberts von der Abteilung für Pädiatrische Allergologie und Pneumologie am Southampton University Hospital. Ziel ihrer aktuellen Untersuchung war es, die Prävalenz frühkindlichen Wheezings in ganz Europa und die Risikofaktoren unter besonderer Berücksichtigung von Nahrungsmittelallergien, Stillen und Passivrauch zu beurteilen. Insgesamt 12.049 Säuglinge wurden in die Geburtskohorte der EuroPrevall-Studie (The prevalence, cost and basis of food allergy across Europe) aufgenommen. Nach 12 und 24 Monaten sammelten die Forscher anhand von Fragebögen Daten zu Atemnot, allergischen Symptomen, Ernährung, Passivrauchbelastung, Infektionen und Tagesbetreuung. Daten aus dem zweiten Lebensjahr waren für 8805 Kinder (73,1 %) verfügbar. Die Wheezing-Prävalenz im zweiten Lebensjahr reichte von <2 % in Lodz (Polen) und Vilnius (Litauen) bis zu 13,1 % (95 %-Konfidenzintervall [KI] 10,7–15,5) in Southampton (Großbritannien) und 17,2 % (95 %-KI 15,0–19,5) in Reykjavik (Island). In multivariablen Analysen waren häufige Infektionen der unteren Atemwege im ersten und zweiten Lebensjahr (Inzidenzrate [IRR] 1,9; 95 %-KI 1,3–2,6 bzw. 2,5; 95 %-KI 1,9–3,4), Nikotinkonsum der Mutter nach der Geburt (IRR 1,6; 95 %-KI 1,1–2,4), Tagesbetreuung des Kindes (IRR 1,6; 95 %-KI 1,1–2,5) und männliches Geschlecht (IRR 1,3; 95 %-KI 1,0–1,7) mit Wheezing assoziiert. Die Stärke des jeweiligen Zusammenhangs dieser Faktoren mit Wheezing zeigte zwischen den untersuchten Ländern Unterschiede. Es wurde kein unabhängiger Zusammenhang zwischen zwischen Nahrungsmittelallergien bzw. Stillen und Wheezing beobachtet.
Mehr erfahren zu: "Kinder mit OSA: Erhöhtes Risiko für Grippe und COVID-19" Kinder mit OSA: Erhöhtes Risiko für Grippe und COVID-19 Unabhängig von Alter und Gewicht haben Kinder mit Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) ein doppelt so hohes Risiko, an Grippe oder COVID-19 zu erkranken, wie gesunde Kinder – auch nach Adenotonsillektomie.
Mehr erfahren zu: "Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden" Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden Fraktionen und Regierung stehen in Schleswig-Holstein geschlossen hinter dem Universitätsklinikum: Viel Geld fließt in Forschung, Versorgung und Modernisierung. Doch die Entscheidung bringt auch neue Schulden für das Land.
Mehr erfahren zu: "Mögliches Universalvakzin: Einmal sprühen und vor allen Atemwegsinfekten geschützt?" Mögliches Universalvakzin: Einmal sprühen und vor allen Atemwegsinfekten geschützt? Ergebnisse einer experimentellen Studie an Mäusen deuten darauf hin, dass ein potenzieller neuer Impfstoff vor einer ganzen Reihe respiratorischer Krankheitserreger schützen könnte. Dabei halte seine Wirkung lange an, berichten Forschende.