Widerstandstraining bei Patienten mit Typ-1-Diabetes

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Kanadische Forscher haben die Auswirkungen eines morgendlichen Widerstandstrainings (WT) im Nüchternzustand auf den Blutzuckerspiegel mit einem nachmittäglichen WT verglichen.

Unter Verwendung eines randomisierten Crossover-Designs führten 12 Teilnehmer mit Typ-1-Diabetes (9 Frauen im Alter von 31±8,9 Jahren, Diabetesdauer 19,1 ±8,3 Jahre, HbA1c=7,4 ±0,8% [57,4 ±8,5 mmol/mol]) ein ca. 40-minütiges WT durch (3 Sätze mit 8 Wiederholungen, 7 Übungen, beim individuell ermittelten Maximum für 8 Wiederholungen), entweder um 7 Uhr (nüchtern) oder um 17 Uhr.

Die Trainingseinheiten wurden im Abstand von mindestens 48 Stunden durchgeführt. Unmittelbar vor, unmittelbar nach und 60 Minuten nach dem Training wurden Blutproben entnommen. Die interstitielle Glucose wurde nach dem Training über Nacht durch kontinuierliches Glucose-Monitoring (CGM) überwacht.

Die Daten sind als Mittelwert ±Standardabweichung (SD) dargestellt. Der Blutzuckerspiegel stieg während des morgendlichen Widerstandstrainings an (9,5 ±3,0 bis 10,4 ±3,0 mmol/l), während des nachmittäglichen Trainings nahm er hingegen ab (8,2 ±2,5 bis 7,4 ±2,6 mmol/l; p=0,031).

Die Blutzuckerkonzentration war 60 Minuten nach dem Training am Vormittag signifikant höher als nach dem WT am Nachmittag (10,9 ±3,2 vs. 7,9 ±2,9; p=0,019). CGM-Daten zeigten eine größere Variabilität der Glucose (2,7 ±1,1 vs. 2,0 ±0,7 mmol/l; p=0,019) und häufigere Hyperglykämien (12 Ereignisse vs. 5 Ereignisse; p=0,025) nach morgendlicher WT im Vergleich zu nachmittäglichen WT. Es gab 2 hypoglykämische Ereignisse nach dem morgendlichen WT im Vergleich zu 4 nach dem nachmittäglichen WT.

Fazit
Morgendliches (Nüchtern-)Widerstandstraining ist mit deutlich unterschiedlichen Blutzuckerreaktionen und CGM-Daten gegenüber einem nachmittäglichen Widerstandstraining assoziiert. (rl)

Autoren: Eshghi SRT et al.
Korrespondenz: Jane E Yardley; [email protected]
Studie: Morning (Fasting) Vs. Afternoon Resistance Exercise in Individuals with Type 1 Diabetes: A Randomized Cross-Over Study
Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2019;104:5217–5224.
Web: https://doi.org/10.1210/jc.2018-02384