Wie das ASP-Virus das Immunsystem austrickst13. März 2025 ASPV-A infizierter Monozyt mit Aggresomen Abb.: © FLI Forschende des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) und der Universität Greifswald haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASPV) das Immunsystem von infizierten Schweinen unterwandert, wie das FLI mitteilt. Die Studie wurde kürzlich in „The Journal of Immunology“ veröffentlicht. Die Infektionskrankheit befällt Haus- und Wildschweine, einen wirksamen in der EU zugelassenen Impfstoff gibt es bisher nicht. Im Mittelpunkt der Studie unter der experimentellen Leitung von Dr. Michael R. Knittler und Dr. Ulrike Blohm aus dem FLI-Institut für Immunologie standen Monozyten aus Schweinen. Diese speziellen Immunzellen werden als eines der Hauptziele vom Virus infiziert, spielen aber gleichzeitig eine Schlüsselrolle bei der Abwehr der Infektion. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass das hochvirulente „Armenia2008“ Virus (ASPV-A) die Antigenpräsentation auf der Oberfläche dieser Zellen gezielt stört. Das bedeutet, dass die infizierten Monozyten die Viren nicht mehr der Immunabwehr melden können. Der Grund dafür liegt im Zellinneren: ASPV-A verursacht Stress in den infizierten Monozyten, blockiert die intrazelluläre Verarbeitung des viralen Antigens sowie die Produktion zellulärer Proteine und führt schließlich zum Zelltod. Absterbende Monozyten setzen zudem virushaltige Zellreste frei, die benachbarte Zellen infizieren können und sind besonders attraktiv für neue Monozyten – eine Art Teufelskreis, der die Infektionsausbreitung im Tier beschleunigt. Diese Erkenntnisse helfen, die ausgeklügelte Vermehrungsstrategie des Virus besser zu verstehen und könnten den Weg für wirksame Impfstoffe ebnen.
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