Wie die Behandlung psychisch kranker Eltern auf die Kinder wirkt12. September 2018 Foto: © nadezhda1906 – Fotolia.com Kinder psychisch kranker Eltern leiden mit. Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersuchen, ob sie von einer Behandlung auch mit profitieren. Das Risiko für Kinder von Eltern, die psychisch krank sind, selbst psychisch krank zu werden, ist hoch. In der Studie “Compare Family” untersuchen Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB), ob und wie sich die Behandlung des psychisch kranken Elternteils auch auf die Kinder positiv auswirkt. Für die Studie suchen die Wissenschaftler noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das soziale Umfeld leidet Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Sucht oder Schizophrenie sind nicht nur mit erheblichen Beeinträchtigungen für die Betroffenen verbunden, auch das soziale Umfeld leidet unter den tabuisierten Krankheiten. Fachleute schätzen, dass etwa 25 Prozent der Minderjährigen in der Bundesrepublik ein psychisch erkranktes Elternteil haben. Sie verstehen nicht, warum Vater oder Mutter sich anders verhalten als bisher, machen sich Sorgen und suchen die Schuld bei sich. Die Folgen können Schulversagen, stressverbundene Krankheiten oder Verhaltensauffälligkeiten sein. In der Forschung wurde das Thema bislang kaum untersucht. In der Studie werden Eltern psychotherapeutisch behandelt. Die Hälfte der Teilnehmer erhält zusätzlich ein Elterntraining, das sogenannte Positive Erziehungsprogramm “Triple P”. In Zusatzprojekten untersuchen die Forscher auch die Eltern-Kind-Interaktion, die emotionsverarbeitenden Prozesse der Kinder, die Auswirkungen auf die schulischen Leistungen sowie den Einfluss beruflicher Belastungen der Eltern. Teilnehmer gesucht Teilnehmen können Eltern, die sich einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung unterziehen wollen. Die Übernahme der Behandlungskosten wird bei der zuständigen Krankenkasse beantragt. Eltern, die psychisch erkrankt sind und Kinder zwischen 1,5 und 16 Jahren haben, sind dazu eingeladen. Informationen gibt es telefonisch unter 0234-32 28168 oder per Mail an [email protected].
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