Wie Kinder die Welt sehen3. Mai 2018 Prof. Sarah Weigelt Foto: © RUB, Marquard Wie sehen Kinder die Welt? Um diese Frage kreist die Forschung von Prof. Sarah Weigelt. Die Volkswagenstiftung fördert ihre Arbeit mit einer Lichtenberg-Professur, die für eine Dauer von fünf Jahren mit knapp 1,4 Millionen Euro dotiert ist. An der Fakultät für Psychologie besetzt Weigelt eine Professur für Entwicklungsneuropsychologie mit dem Projekttitel „Developmental Cognitive Neuroscience: The developing visual brain“. Aus dem fachübergreifenden Ansatz ihrer Forschung ergeben sich besonders gute Möglichkeiten zur Kooperation und Vernetzung. So ist sie Mitglied im Research Department Neuroscience, in der International Graduate School of Neuroscience, im Center for Mind, Brain and Cognitive Evolution und im Sonderforschungsbereich Extinktionslernen der RUB. Die Neurowissenschaft ist ein ausgewiesener Forschungsschwerpunkt in Bochum. Sehen muss man lernen Die Kernbotschaft ihrer Forschungsarbeit lautet: Das Sehen besteht aus ganz vielen einzelnen Prozessen, die sich unterschiedlich schnell entwickeln. Weigelt erforscht die Weiterentwicklung derjenigen Hirnregionen, die für visuelle Wahrnehmung zuständig sind – insbesondere mit Kindern im Grundschulalter. Ziel ist es, Veränderungsprozesse im Gehirn aufzuzeigen. Dazu arbeitet sie unter anderem mit Computerexperimenten zur Gesichtserkennung sowie mit hirnbildgebenden Verfahren. Lichtenberg-Professuren Mit den Lichtenberg-Professuren fördert die Volkswagenstiftung laut RUB herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eigenständig an innovativen und interdisziplinären Themen arbeiten. Die Förderdauer beträgt maximal fünf Jahre. Für die Einrichtung und Ausstattung der Professur gibt es bis zu 1,5 Millionen Euro. Zur Person Sarah Weigelt wurde 1978 in Solingen geboren. In Düsseldorf studierte sie nach Angaben der RUB parallel Psychologie mit dem Abschluss Diplom und Philosophie mit Magisterabschluss. Im Jahr 2008 erhielt sie ihren Doktortitel in Psychologie, Kognitive Neurowissenschaften, an der Universiteit Maastricht in den Niederlanden für ihre am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main angefertigten Forschungsarbeiten. Nach Stationen am Massachusetts Institute of Technology, MIT, in den USA und an der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster, war sie von April 2013 bis Januar 2018 Juniorprofessorin an der Fakultät für Psychologie der RUB. Für ihre herausragenden Forschungsleistungen erhielt sie 2009 die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft und 2015 den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Quelle: Ruhr-Universität Bochum (RUB)
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