Wie Melanomzellen die Ferroptose umgehen30. Oktober 2024 Foto: © Artur – stock.adobe.com Forschende aus Belgien haben herausgefunden, dass sich Melanomzellen vor einer Form des Zelltods namens Ferroptose schützen, indem sie Apolipoprotein E (ApoE) absondern. Ferroptose ist eine kürzlich entdeckte Form des Zelltods. Sie wird durch die eisenabhängige Oxidation bestimmter mehrfach ungesättigter Lipide (PUFAs) ausgelöst. Interessanterweise sind arzneimitteltolerante und metastasenbildende Krebszellen besonders empfindlich gegenüber Ferroptose. Das Verständnis der Mechanismen, die Krebszellen resistent gegen Ferroptose machen können, ist entscheidend für die Nutzung ihres Potenzials in der Krebsbehandlung. Sanket More aus dem Team von Prof. Patrizia Agostinis vom VIB-KU Leuven in Belgien fand heraus, dass die Population der metastasierenden Melanomzellen umso weniger anfällig für Behandlungen ist, die den eisenabhängigen Zelltod auslösen, je mehr ApoE sie absondern. Neutralisierende Wirkung von ApoE Wenn ApoE an metastasierende Zellen abgegeben wird, neutralisiert es Lipide, die die Zellmembranen schnell „verbrennen“ und zerstören würden, wenn die Ferroptose eingeleitet wird, und das ApoE erhöht die zelluläre antioxidative Kapazität. Zusammengenommen schützen diese ApoE-Effekte Melanomzellen vor der Lyse, was die therapeutische Wirksamkeit der Ferroptose in vivo verringert. Diese neuen Erkenntnisse darüber, wie sich Melanomzellen vor Ferroptose schützen, weisen das APOE-Gen als kritischen Anti-Ferroptose-Faktor beim Melanom aus. Da ApoE4 der größte genetische Risikofaktor für eine spät einsetzenden Alzheimer-Krankheit ist, gibt diese Studie über Melanome Aufschluss über die Komplexität der ApoE-Biologie und eröffnet künftige Möglichkeiten zur Beeinflussung dieses Lipoproteins, um die Anfälligkeit für Ferroptose bei diesen Krankheiten zu modulieren.
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