Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Notfall- und Akutversorgung aus?18. April 2024 Zentrale Notaufnahme der Universitätsmedizin in Magdeburg. Foto: ©Christian Morawe/Universitätsmedizin Magdeburg Ein innovatives Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Magdeburg untersucht Verbindung zwischen Wetter und Inanspruchnahme von Notaufnahmen in Deutschland. Wie wirken sich Wetterphänomene auf die bundesweite Notfall- und Akutversorgung aus? Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Felix Walcher, Direktor der Universitätsklinik für Unfallchirurgie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, geht dieser Frage in dem Projekt „KlimaNot“ auf den Grund. Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Medizin, Informatik und Mathematik untersucht die konkreten Auswirkungen von Klimawandel-bedingten Wetterveränderungen auf die Inanspruchnahme von Notaufnahmen bei bestimmten Wetterkonstellationen. Dabei werden auch die Auswirkungen auf verschiedene Patientengruppen und regionale Unterschiede betrachtet. Ziel ist es, evidenzbasierte Maßnahmen für eine verbesserte Versorgungsplanung zu entwickeln. „Wetterereignisse, insbesondere Hitzeperioden und extreme Hitze, haben einen signifikanten Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung“, erklärt Walcher. „Das Projekt KlimaNot ermöglicht es uns, die Zusammenhänge zwischen klimatischen Veränderungen und der Inanspruchnahme von Notfallversorgung präzise zu erfassen. Unsere Untersuchungen sollen dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung besser an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen und präventive Maßnahmen zu entwickeln“, so der Notfallmediziner. Das Projekt kombiniert Behandlungsdaten des AKTIN-Notaufnahmeregisters aus derzeit 50 Notaufnahmen mit Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes und führt zusätzlich prospektive Datenerhebungen in drei Kliniken der Altersmedizin durch. Schließlich werden geografische Gegebenheiten anhand von Daten aus der Notaufnahme des Klinikums Stuttgart analysiert. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden Handlungsempfehlungen und Leitfäden erarbeitet. Gleichzeitig entwickeln Informatikerinnen und Informatiker des Universitätsklinikums Aachen in Zusammenarbeit mit mathematischen Modellierern der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine Web-Applikation, die eine Einschätzung des Einflusses von markanten Wetterlagen auf die Notfallversorgung ermöglicht. Partner von KlimaNot sind das Robert Koch-Institut, das Institut für Mathematische Optimierung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Klinikum der Landeshauptstadt Stuttgart sowie das Universitätsklinikum Aachen. Das Projekt „KlimaNot“ wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses über einen Zeitraum von drei Jahren mit ca. 1,8 Millionen Euro gefördert.
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