Workshop zur Rolle der Handlungsfähigkeit von Organismen in der biologischen Forschung7. Oktober 2026 Prof’in Dr. Marie I. Kaiser geht als Philosophin der Frage nach, was Menschen und Tiere einzigartig macht. Foto: Quelle: Michael Adamski Copyright: Universität Bielefeld Schimpansen und Walen trauen wir zu, dass sie Entscheidungen treffen und bewusst handeln. Das Verhalten einfacherer Lebewesen erklären wir mit Instinkten oder Reflexen. Doch könnte es sein, dass schon einfachste Organismen ihr Leben aktiv gestalten? Darum geht es beim Workshop „The Roles of Organismal Agency in Biological Practice“ (Die Rolle der Handlungsfähigkeit von Organismen in der biologischen Forschung), der am 12. und 13. Oktober am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld stattfindet. Muss ein Organismus, um handeln zu können, eine Vorstellung von seinen Zielen haben und Pläne machen? Oder ist Handlungsfähigkeit, englisch Agency, eine Eigenschaft, die man allen Lebewesen, auch Bakterien, Pilzen, Pflanzen und einfachen Tieren zugestehen sollte? Diese Idee wird in der Biologie aktuell intensiv diskutiert, auch als Alternative zu reduktionistischen und mechanistischen Verhaltenserklärungen. „Dies ist ein interessanter Gedanke, aber es wird selten darüber gesprochen was er genau für die biologische Forschung bedeutet“, erklärt die Philosophin Prof. Marie I. Kaiser von der Universität Bielefeld. „Handlungsfähigkeit ist ein sehr abstrakter Begriff. Bislang ist weder klar, wie man sie messen, noch ob man neue Phänomene finden oder neue Forschungsfragen stellen kann, wenn man eine solche Fähigkeit auch bei einfachen Organismen annimmt.“Bei dem Workshop, den Marie I. Kaiser zusammen mit den Bielefelder Philosophen Dr. Guido I. Prieto und Henrik Hörmann leitet, werden Forschende den Begriff der Handlungsfähigkeit und seine Verwendung in der Forschung genauer betrachten. Lücke zwischen Theorie und Praxis nur interdisziplinär überwindbar Dazu haben die Leitenden Kolleginnen und Kollegen aus Biologie und Philosophie ans ZiF eingeladen. Gemeinsam werden sie analysieren, ob die Zuschreibung von Handlungsfähigkeit dazu beitragen kann, besser zu verstehen, wie Organismen sich erhalten, sich entwickeln und auf ihre Umwelt einwirken. „Die Kluft zwischen der Diskussion um den theoretischen Begriff ‚Agency‘ und der biologischen Praxis können wir nur interdisziplinär überwinden“, so Kaiser.Zu Individualisierung und der Entwicklung von Organismen in ihrer Umwelt wird an der Universität Bielefeld gebündelt im strategischen Fokusbereich InChangE geforscht.Die Sprache der Veranstaltung ist Englisch, die Leitenden stehen für Presseanfragen gerne zur Verfügung. erstellt mit KI-Unterstützung Weitere Informationen: https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/events/#/event/8515 Webseite des Workshopshttps://www.uni-bielefeld.de/forschung/profil/fokusbereiche/inchange/ Der Fokusbereich InChangE
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