Zink bei viralen Durchfallerkrankungen Probiotika überlegen24. September 2019 © Anchalee – stock.adobe.com Zink, in einer Dosierung von 20 mg, scheint die Dauer akuter Durchfallerkrankungen bei Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 2 Jahren besser reduzieren zu können als Probiotika. Das zeigt eine klinische Studie aus dem Iran. Für diese wurden Kinder im Alter zwischen 6 Monaten und 2 Jahren in 3 vergleichbare Gruppen eingeteilt: Zink-Gruppe (ZG), Probiotika-Gruppe (PG) und Kontrollgruppe, die ausschließlich unterstützende Pflege erhielt. Outcome-Parameter was die Häufigkeit von Durchfall in den Testgruppen während der ersten 24 Stunden sowie im Zeitraum von 48–72 Stunden. Außerdem gingen die Dauer des Krankenhausaufenthaltes und die Durchfall-Persistenz für 3–7 Tage in die Auswertung mit ein. In der Probiotika-Gruppe hielten die Durchfälle bei 100% der Kinder bis zum 3. Tag nach Aufnahme in die Klinik an, gegenüber 76,1% in der Zink-Gruppe. Das relative Risiko einer Durchfallpersistenz bis zum 3. Tag war unter Probiotika 1,31-mal höher als bei Gabe von Zink. In der Probiotika-Gruppe bestanden 80% der Durchfallerkrankungen bis zum 4. Tag nach Aufnahme, verglichen mit 47,8% in der Zink-Gruppe; der Unterschied war signifikant. Die relative Inzidenz der Durchfallpersistenz bis zum 4. Tag war in der Probiotika-Gruppe 36,4-mal größer als in der ZG. Der Anteil der Komplikationen nach der Behandlung betrug 35,5% in der Probiotika- und 2,6% in der Zink-Gruppe, was ebenfalls signifikant war. Fazit In der Studie war die Wirksamkeit von Zink in einer Dosis von 20 mg höher als die von Probiotika. Die Komplikationen, die mit einer Zinkergänzung einhergingen, waren geringer als bei Probiotika. (ej) Autoren: Ahmadipour S et al. Korrespondenz: Azam Mohsenzadeh; [email protected] Studie: Treating Viral Diarrhea in Children by Probiotic and Zinc Supplements Quelle: Pediatr Gastroenterol Hepatol Nutr 2019;22(2):162–170. Web: https://doi.org/10.5223/pghn.2019.22.2.162