Zusammenhang zwischen Atemnot und Adipositas nachgewiesen

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Atemnot tritt in der Bevölkerung häufig auf, insbesondere bei Frauen, und zweifelsohne ist Adipositas mit gesundheitsschädlichen Folgen verbunden. Übergewicht – definiert als BMI >30 kg/m2 – nimmt weltweit rapide zu, und die Auswirkungen auf die Atemnot sind unklar.

Eine jetzt von Dr. Magnus Pär Ekström von der schwedischen Universität Lund und Kollegen vorgelegte bevölkerungsbezogene Studie zielte in erster Linie darauf ab, den Zusammenhang zwischen dem aktuellen BMI und der selbst berichteten Veränderung des BMI seit dem 20. Lebensjahr im Zusammenhang mit Atemnot (modifizierter Research Council Score ≥ 1) in der Bevölkerung mittleren Alters zu untersuchen.

Sekundäre Endpunkte der in der Zeitschrift „Thorax“ publizierten Arbeit waren die Bewertung von Faktoren, die zur Atemnot bei Fettleibigkeit beitragen, einschließlich der Wechselwirkung mit dem spirometrischen Lungenvolumen und dem Geschlecht.

Die Studie schloss 13.437 Personen mit einem Durchschnittsalter von 57,5 Jahren ein; davon waren 52,5 % Frauen, der mittlerer BMI lag bei 26,8 (SD 4,3). Die mittlere BMI-Zunahme seit dem 20. Lebensjahr betrug 5,0 kg/m2. 1283 (9,6 %) Probanden berichteten über Atemnot.

Das Ergebnis der schwedischen Studie überrascht nicht: Fettleibigkeit war eng mit erhöhter Atemnot verbunden (OR 3,54; 95 %-KI 3,03–4,13), unabhängig von Alter, Geschlecht, Raucherstatus, Obstruktion des Luftstroms, Belastungsgrad und Vorhandensein von Komorbiditäten.
Der Zusammenhang zwischen BMI und Atemnot wurde durch das Lungenvolumen beeinflusst. Die Zunahme der Atemnotprävalenz mit höherem BMI verlief bei Personen mit niedrigerer FVC steiler. Die bei adipösen Frauen höhere Atemnotprävalenz als bei Männern (27,4 % vs. 12,5 %; p<0,001) hing mit ihrer geringeren FVC zusammen. Unabhängig vom aktuellen BMI und Störfaktoren hatten Personen, deren BMI seit dem 20. Lebensjahr angestiegen war, vermehrt Atemnot.

Fazit

Die Forschergruppe um Ekström hat somit nachgewiesen, dass Atemnot sowohl unabhängig mit Fettleibigkeit als auch mit der Gewichtszunahme im Erwachsenenalter verbunden ist, und dass der Zusammenhang bei Personen mit geringerem Lungenvolumen stärker ausgeprägt ist. (mm)

Autoren: Ekström MP et al.
Korrespondenz: Dr. Magnus Pär Ekström, Department of Clinical Sciences Lund, Respiratory Medicine and Allergology, Lund University, Faculty of Medicine, Lund, Schweden; [email protected]
Studie: The association of body mass index, weight gain and central obesity with activity-related breathlessness: the Swedish Cardiopulmonary Bioimage Study
Quelle: Thorax 2019;74(10):958–964.
Web: thorax.bmj.com