Zusammenhang zwischen mütterlichem Stress und Wheezing26. Juni 2017 © Creativa Images – fotolia.com Eine amerikanische Arbeitsgruppe hat in einer jüngst veröffentlichten Studie festgestellt, dass Stress und Depression der Mutter bei in städtischer Umgebung aufwachsenden Kindern, die ein erhöhtes Asthmarisiko haben, signifikant mit immer wiederkehrendem Wheezing assoziiert ist. Dieser Zusammenhang wurde allerdings für vermehrte Atopien oder ein vermindertes Ansprechen auf antivirale Wirkstoffe – die auch untersucht worden waren – nicht beobachtet. Die Studienautoren hatten anhand der URECA-Kohorte (Urban Environment and Childhood Asthma; n=560) die Hypothese untersucht, dass mütterlicher Stress und/oder Depression während der Schwangerschaft beim Nachwuchs mit rezidivierendem Wheezing, einer Überempfindlichkeit gegenüber luftgetragenen Allergenen und einer veränderten Zytokin-Response in stimulierten mononukleären Zellen aus peripherem Blut assoziiert sind. Insgesamt litten 166 Kinder (36 %) im Alter von 3 Jahren an einem immer wieder auftretenden Wheezing. Dabei standen die Maße für von der Mutter empfundenen Stress, als das entsprechende Kind 2 bzw. 3 Jahre alt war, in einem positiven Zusammenhang mit Wheezing-Rezidiven (p<0,005). Depressionen der Mutter (ganz gleich zu welchem Zeitpunkt im untersuchten Zeitraum) waren ebenfalls signifikant mit immer wiederkehrendem Wheezing assoziiert (p≤0,01). Diese Zusammenhänge erwiesen sich auch dann als signifikant, wenn sie in einer Längsschnittanalyse in Bezug auf kumulativen Stress und Depressionen betrachtet wurden (p≤0,02). Weder Stress noch Depressionen standen in einer signifikanten Verbindung mit einer Sensitivisierung gegenüber luftgetragenen Allergenen oder dem antiviralen Ansprechen. „Im Gegensatz zu unserer ursprünglichen Hypothese standen Stress und Depression vor der Geburt und im ersten Jahr danach in einem signifikanten umgekehrten Zusammenhang mit verschiedenen Reaktionen auf Typ-2-Zytokine“, fassen die Studienautoren zusammen. Autoren: Ramratnam SK et al. Korrespondenz: Dr. Sima K. Ramratnam, American Family Children’s Hospital, 600 Highland Avenue, K4/938, Madison, WI 53792, USA; [email protected] Studie: Relationships among Maternal Stress and Depression, Type 2 Responses, and Recurrent Wheezing at Age 3 Years in Low-Income Urban Families Quelle: Am J Respir Crit Care Med 2017;195(5):674–681. Web: www.atsjournals.org
Mehr erfahren zu: "„Das Mindset muss sich ändern“" „Das Mindset muss sich ändern“ Die weltpolitische Lage mit Konflikten und Kriegen allerorts und insbesondere der nahe Krieg in der Ukraine verändern auch die Medizin tiefgreifend. Kriegsbedingte Versorgungsfragen verrücken den medizinischen Alltag und erfordern eine […]
Mehr erfahren zu: "Termingarantie? Koalition ringt um „gesetzlich oder privat“" Termingarantie? Koalition ringt um „gesetzlich oder privat“ Für die gesetzlichen Krankenkassen sind bessere Bedingungen für Versicherte bei der Terminvergabe „überfällig“. In der schwarz-roten Koalition werden Rufe nach Änderungen dringlicher. Kommt das duale System von gesetzlicher und privater […]
Mehr erfahren zu: "Volle Säle auf dem DKOU 2026 – „Da geht einem Kongress-Präsidenten das Herz auf“" Volle Säle auf dem DKOU 2026 – „Da geht einem Kongress-Präsidenten das Herz auf“ Nach einem erfolgreichen ersten Kongresstag folgte die feierliche Eröffnung des DKOU 2026 mit ersten Eindrücken der Kongresspräsidenten, Preisverleihungen und einer Festrede des Ehrenpräsidenten des Internationalen Olympischen Komitees.