Zusammenhang zwischen oraler Vitamin-C-Aufnahme und Hautregeneration5. Januar 2026 © mikeosphoto – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer Studie aus Neuseeland und Deutschland erhöhten zwei Kiwis täglich den Vitamin‑C‑Gehalt der Haut und verbesserten Hautdicke, Kollagenproduktion sowie epidermale Regeneration. Die im „Journal of Investigative Dermatology“ veröffentlichte Studie belegt, dass die Vitamin-C-Konzentration in der Haut eng mit den Plasmaspiegeln verknüpft ist und sich durch eine erhöhte Zufuhr von Obst steigern lässt. Die an 24 gesunden Erwachsenen in Neuseeland und Deutschland durchgeführte Studie legt offen, dass eine Erhöhung der Plasmaspiegel durch den Verzehr von zwei Vitamin‑C‑reichen Kiwifrüchten pro Tag den Vitamin‑C‑Gehalt der Haut anhebt, die Hautdicke (als Ausdruck gesteigerter Kollagenproduktion) verbessert und die Erneuerung und Regeneration der äußeren Hautschicht stimuliert. Erstautorin Prof. Margreet Vissers von der University of Otago in Christchurch (Neuseeland) bezeichnet die Stärke des Zusammenhangs zwischen Hautdicke und Vitamin‑C‑Zufuhr als „überzeugend“. „Wir waren überrascht von der engen Korrelation zwischen Vitamin‑C‑Plasmaspiegeln und den Konzentrationen in der Haut – deutlich ausgeprägter als in jedem anderen Organ, das wir bisher untersucht haben“, sagt Vissers. „Wir sind die Ersten, die zeigen konnten, dass Vitamin C aus dem Blutkreislauf in alle Hautschichten eindringt und mit einer verbesserten Hautfunktion assoziiert ist. Ich bin sehr stolz auf mein Team und begeistert von dem, was uns die Daten zeigen.“ Es sei bekannt, dass Vitamin C für die Kollagenproduktion erforderlich ist. Dieser Umstand habe dazu geführt, dass Vitamin C zahlreichen Hautcremes zugesetzt wird. Allerdings sei Vitamin C stark wasserlöslich und werde nur schlecht über die äußere Hautbarriere aufgenommen. „Unsere Studie zeigt, dass die Haut außergewöhnlich gut darin ist, Vitamin C aus dem Blut aufzunehmen. Die Aufnahme in die äußere Epidermisschicht scheint dabei sogar priorisiert zu sein“, erklärt sie. Zwei Kiwis am Tag über acht Wochen Die Studie wurde vom neuseeländischen Unternehmen Zespri International sowie durch ein Forschungsstipendium der University of Otago finanziert und bestand aus zwei Phasen. In der ersten Phase wurde anhand gesunder Hautproben von Patienten, die sich elektiven chirurgischen Eingriffen unterzogen, der Zusammenhang zwischen Vitamin‑C‑Spiegeln in Plasma und Haut etabliert. Die zweite Phase umfasste eine Vorher‑nachher‑Interventionsstudie mit diätetischem Vitamin C an zwei Standorten (Christchurch und Deutschland) mit jeweils 12 gesunden Teilnehmenden. Alle wurden angewiesen, über acht Wochen täglich zwei Kiwis – entsprechend rund 250 Milligramm Vitamin C – zu verzehren. Die Forschenden entnahmen Hautproben vor und nach der Intervention. Getrennte Analysen ermöglichten es, in Christchurch die Untersuchung der basalen Hautschichten und in Deutschland die Analyse der äußeren dermalen Hautschicht sowie funktioneller Hauttests durchzuführen. Die deutschen Teilnehmenden wurden vom SGS Institute Fresenius in Hamburg rekrutiert und untersucht; dieses Labor verfügt über die technische Expertise, die äußere dermale Hautschicht zu gewinnen. Das Institut erfasste die Regeneration der Hautproben – einschließlich sonografischer Messungen der Hautdicke, Elastizität, UV‑Schutz und Erneuerung epidermaler Zellen – und ermöglichte so ein umfassendes Bild der Hautfunktion. Tägliche Vitamin‑C‑Aufnahme von 250 Milligramm „Eine weitere wesentliche Beobachtung war ein signifikanter Anstieg der Hautdicke der Teilnehmenden, was die gesteigerte Kollagenproduktion widerspiegelt, sowie eine Zunahme der Regeneration epidermaler Zellen – mit anderen Worten: eine verstärkte Hauterneuerung“, sagt Vissers. Sie erläutert, dass Kiwifrüchte aufgrund ihres hohen Vitamin‑C‑Gehalts für die Studie ausgewählt wurden, man jedoch davon ausgehe, dass andere Vitamin‑C‑reiche Lebensmittel – insbesondere frisches Obst und Gemüse wie Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika und Brokkoli – ähnliche günstige Effekte erzielen dürften. „Wir gehen davon aus, dass eine Steigerung der diätetischen Vitamin‑C‑Zufuhr zu einer effektiven Aufnahme von Vitamin C in alle Kompartimente der Haut führt“, so Vissers. Wichtig sei es ist, die Plasmaspiegel im optimalen Bereich zu halten, was nach aktuellem Wissen bei gesunden Personen mit einer täglichen Vitamin‑C‑Aufnahme von etwa 250 Milligramm gut erreichbar wäre. (ins)
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